• DE

Passwort vergessen?

Vorstandswechsel beim Dachverband Gemeindepsychiatrie

Nils Greve folgt Wolfgang Faulbaum-Decke als Vorsitzender

Der Vorstand des Dachverband Gemeindepsychiatrie hat auf seiner Sitzung am 9. März 2017 Nils Greve das Amt des Vorsitzenden übertragen. Zuvor hatte Wolfgang Faulbaum-Decke nach über acht Jahren als Vorsitzender des Verbands sein Amt niedergelegt. In einem Brief informierten beide die Mitglieder des Dachverbands über den Personalwechsel.

„Leicht ist mir diese Entscheidung nicht gefallen“, erklärte Faulbaum-Decke, „Ich konnte mich mit meinen vielseitigen Aufgaben für den Verband und seine Mitgliedsorganisationen bundesweit stets identifizieren und der Austausch mit den Kollegen unter den Mitgliedern des Dachverbands, mit Vertretern aus Politik sowie uns verbundenen Partnern verschiedenster Bereiche war mir stets auch ein persönliches Anliegen. Die gemeinsame Arbeit am uns verbindenden Ziel, Menschen mit psychischen Erkrankungen vorrangig ambulant partizipativ in ihrer Lebenswelt zu unterstützen, war stets Anregung und Antrieb für die gemeinsame Sache.“

Es sei ausgerechnet dieses verbindende Ziel, das ihn dazu bewogen habe, sein Amt zur Verfügung zu stellen: „Vor dem Hintergrund der anstehenden Reformen der Eingliederungshilfe, der Pflege und der Krankenhausfinanzierung werde ich mich noch intensiver als bisher auf meine Aufgaben als Geschäftsführer der Brücke Schleswig-Holstein gGmbH konzentrieren.“

Nils Greve würdigte die Arbeit seines Vorgängers. „Ich möchte Wolfgang Faulbaum-Decke im Namen des gesamten Vorstands unseren herzlichen Dank und große Anerkennung aussprechen. In den Jahren seiner Tätigkeit als Mitglied und dann als Vorsitzender des Vorstands hat sich der Dachverband sehr positiv entwickelt und viel Anerkennung erfahren, und wir freuen uns, dass er in seiner neuen Aufgabe als Schatzmeister mit seiner Erfahrung und seinem Engagement dem Vorstand erhalten bleibt.“

Für die Zukunft des Verbands benennt Greve die zentralen Themen und Herausforderungen: „Wir befinden uns in einer Umbruchsituation, die für unsere Mitgliedsorganisationen und für die Gemeindepsychiatrie insgesamt große Chancen, aber auch erhebliche Risiken mit sich bringt. Die Umsetzung des Bundesteilhabegesetzes und der Pflegestärkungsgesetze erfordert unsere aktive Mitwirkung auf vielen Ebenen – in der Umsetzung vor Ort ebenso wie in den Bundesländern und den Verbänden, mit unseren Kooperationspartnern und im eigenen Dachverband.“

Dazu will er gemeinsam mit seinen Kollegen im Vorstand und den Landesverbänden möglichst viele Mitglieder einbeziehen. „Wir laden Sie ausdrücklich zur Mitarbeit in unserer Bundesarbeitsgemein-schaft Eingliederungshilfe (BAG EGH) ein. Sie finden dort eine aktive Auseinandersetzung mit den jeweils aktuellen juristischen und politischen Themen, fundierte Informationen und Hinweise zu gemeinsamen Aktivitäten, um den Besonderheiten unserer Arbeit mit psychisch erkrankten und behinderten Menschen im großen Konzert der Behindertenhilfe ausreichendes Gehör zu verschaffen.

„Daneben wollen wir unser erfolgreiches Engagement im Bereich der kassenfinanzierten Behandlung (SGB V) fortsetzen und ausbauen. Neben den Selektivverträgen der Integrierten Versorgung wird es in der nächsten Zeit vor allem um Soziotherapie und Häusliche Krankenpflege gehen, aber auch um weitere Projekte innovativer Behandlungsangebote. In der Bundesarbeitsgemeinschaft Integrierte Versorgung (BAG IV) arbeiten wir seit Jahren an diesen Zielen, und auch hier sind Sie herzlich zur Mitarbeit eingeladen.“

Nils Greve war im Vorstand des Dachverbands Gemeindepsychiatrie seit 2015 als Schatzmeister tätig. Er ist Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie und Geschäftsführer der Gesellschaft für psychische Gesundheit NRW. Bis 2016 war er langjähriger Vorsitzender des Psychosozialen Trägervereins Solingen.