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Das ist der Alternative Text

Bürgerschaftliches Engagement

Begegnung mit traumatisierten geflüchteten Menschen - Ein Ratgeber für Ehrenamtler/innen und andere Engagierte

Der kurze Ratgeber des Arbeitskreis "Migration und Psychiatrie Bonn" gibt Informationen zu den häufigsten seelischen Beschwerden bei geflüchteten Menschen und gibt Tips, was diese Menschen brauchen und was Helfer tun können.

Der Arbeitskreis hat sich zur Aufgabe gemacht, Informationen über Einrichtungen, Dienste und Angebote rund um das Thema "Migration und Psychiatrie", einander vorzustellen, Kooperationsinteressen und konkrete Bedarfe zu ermitteln und auf dieser Grundlage die Vernetzung der Leistungsangebote anzuregen, um die Versorgungssituation von psychisch beeinträchtigen Menschen mit Zuwanderungsgeschichte in der Stadt Bonn zu verbessern.

Ratgeber "Begegnung mit traumatisierten geflüchteten Menschen" [herunterladen]

"Ehrenamt ist Gold im Land!" – Zur Kritik bürgerschaftlichen Engagements im Kontext der Behindertenhilfe

von Andreas Lob-Hüdepohl Auch das Ehrenamt im Bereich des Gesundheits- und Sozialwesens hat in den letzten Jahrzehnten einen tiefgreifenden Strukturwandel erfahren. Im Zuge dessen gilt Bürgerschaftliches Engagement heute als Garant für die humane Zivilität moderner Gesellschaften. Gerade im Bereich der Behindertenhilfe ist freilich zu fragen, ob es dem Anspruch der Behindertenhilfe – von einer vormundschaftlich betreuenden zu einer menschenrechtlich assistierenden Profession – gerecht werden kann. Dabei darf keinesfalls allein auf die Motivation des ehrenamtlich Helfenden abgehoben werden. Oberstes Prinzip ist auch hier die Verträglichkeit bürgerschaftlichen Engagements mit dem Selbstbestimmungsrecht des Menschen mit Assistenzbedarf.

Den vollständigen Artikel aus der Zeitschrift "ethikundgesellschaft" 2/2016 können Sie hier [herunterladen].

Depression: Irre engagiert - Irrsinnig Menschlich für besondere Wirksamkeit ausgezeichnet

Die erste Studie zum zivilgesellschaftlichen Engagement in Deutschland im Themenfeld Depression zeigt: Alle reden darüber, nur wenige tun etwas. Unser Mitglied Irrsinnig Menschlich e.V. aus Leipzig gehört zu jenen, die etwas tun, was wirkt. Als eine von bundesweit 14 Organisationen erhielten sie das Wirkt-Siegel von PHINEO im Themenfeld Depression für ihr Schulprojekt "Verrückt? Na und! Seelisch fit in der Schule". [mehr]

Fachgespräch zu Inklusiven Freiwilligenzentren

Freiwilligezentren bestehen bundesweit und sind inzwischen auch eine interessante Anlaufstelle für pyschisch erkrankte Menschen, wenn es um Teilhabe oder um eine interessante Freizeitbetätigung geht. Darauf wies der Projektleiter für die inklusiven Freiwilligenzentren, Henning Baden, in einem Fachgespräch mit Gerd Schulze (Foto), stellvertretender Vorsitzendes des Dachverbands Gemeindepsychiatrie hin. Ein Engagement für andere Menschen und das Gemeinwohl könne auch ein guter Einstieg in das Training für die Gestaltung einer Tagesstruktur sein. Es ersetzt jedoch nicht notwendige angepasste Arbeitsplätze für Menschen mit psychischen Erkrankungen. Henning Baden stellte im Fachgespräch das neue Projekt der Bundesarbeitsgemeinschaft der Freiwilligenagenturen e.V. (bagfa) vor. Hier werden Mitarbeiter der Freiwilligenagenturen für die Zusammenarbeit und Vermittlung von ehrenamtlichen Diensten mit und für psychisch Kranke fachlich fit gemacht. Damit werden Menschen mit Behinderungen in die Vermittlungs- und Begleitarbeit einbezogen. Im Verlauf des Gesprächs wurde deutlich, dass ein Kontakt mit den Freiwilligenagenturen vor Ort für alle diejenigen sinnvoll und hilfreich sein kann, die in inklusiver Arbeit für behinderte Menschen tätig sind. Mehr Informationen zur bagfa finden Sie hier. [Link]

Offizielle Verlautbarung der Münchner Psychiatrie-Erfahrenen zum Workshop "Selbsthilfe und Ehrenamt versus bezahlte Tätigkeit: Konkurrenz oder Ergänzung?"

Die Münchner Psychiatrie-Erfahrenen als langjährig bestehender, und in den regionalen Psychiatriepolitischen Strukturen längst geachteter und eingebetteter SH-Verein steht zunächst einmal dem vglw. noch sehr jungen und innerhalb der Strukturen noch unbekannten Projekt Ex-In sowie seinen bzw. ihren Vertreterinnen und Vertretern sehr wohlwollend und offen gegenüber. Ex-In als Idee ist entstanden, aufgrund dem Zusammenspiel mehrerer parallel laufender Entwicklungen. Einmal innerhalb der Selbsthilfe von PE, gleichzeitig aber auch innerhalb der wissenschaftlichen Sozialpsychiatrie sowie innerhalb der allgemeinen Strukturpolitik im Gemeinde- und Gesundheitswesen. So, wie die Forderung nach mehr NutzerInnenbeteiligung immer lauter wurde, so wurde es plötzlich auch immer selbstverständlicher, dass Betroffene, deren Selbstbewusstsein in und durch die SH-Arbeit mit der Zeit immer stärker wurde, auch mehr und mehr die Forderung nach teilhabender Mitwirkung an ihrer eigenen Behandlung nachhaltig einforderten.

Den vollständigen Text können Sie hier [herunterladen].

Dr. Inge Schöck mit Verdienstorden des Landes Baden-Württemberg geehrt

Frau Dr. Inge Schöck, Vorsitzende des Landesverband Gemeindepsychiatrie Baden-Württemberg e.V., wurde kürzlich von Ministerpräsident Winfried Kretschmann mit dem Verdienstordens des Landes ausgezeichnet. "In dem, was sie tun, schon erreicht haben und hoffentlich noch erreichen werden, sind die heute Geehrten Vorbilder für viele andere Bürgerinnen und Bürger in unserem Land. Sie haben sich in ganz unterschiedlichen Bereichen außergewöhnlich für ihre Mitmenschen und unsere Gesellschaft eingesetzt. Als sichtbares Zeichen der Anerkennung und des Dankes wird ihnen dafür der Verdienstorden des Landes Baden-Württemberg verliehen", sagte Ministerpräsident Kretschmann anlässlich der Verleihung des Verdienstordens an Dr. Inge Schöck und weitere Bürger, die sich in Baden-Württemberg für ein lebendiges Gemeinwesen einsetzen.

Zur vollständigen Pressemitteilung des Staatsministeriums BW [Link]

Impulse - Band 10 "Berührung mit dem Leben - Bürgerhilfe in der Psychiatrie" erschienen

Bürgerschaftliches Engagement ist der Schlüssel für ein gelingendes soziales Miteinander und eine solidarische Gesellschaft. Dies gilt erst recht für das ehrenamtliche Engagement der Bürgerhilfe in der Psychiatrie. Der nun vorliegende IMPULSE-Band 10 des Bildungswerks des BayerischenBezirketags und des Vereins Bürgerhilfe in der Psychiatrie – Landesverband Bayern beschreibt nicht nur die aktuellen Chancen und Herausforderungen der Bürgerhilfe für die Gemeindepsychiatrie, er bringt gleichfalls Anerkennung und Wertschätzung all denjenigen gegenüber zum Ausdruck, die oft bereits seit Jahrzehnten in der Bürgerhilfe tätig sind. Zahlreiche Praxisbeispiele freiwilligen Engagements in psychiatrischen Einrichtungen und Diensten wollen dazu ermutigen, selbst aktiv zu werden, um den gesellschaftlich immer noch großen Distanzwunsch gegenüberpsychisch kranken Menschen zu überwinden. So gelingt ganz individuell, selbstverständlich und alltäglich, eine die Gesundheit fördernde "Berührung mit dem Leben". Mitherausgegeben wurde der Band von Gerd Schulze, Vorstand im Dachverband Gemeindepsychiatrie.

Weiter zum Werbeflyer des Buchs [Link]

Klaus König, der Ehrenamtler im Lotte-Lemke-Zentrum in Kaufbeuren

Er ist die gute Seele der Einrichtung und unersetzbar. Im Namen der Bewohner und Mitarbeiter des Lotte-Lemke-Zentrums und des Trägers AWOSANA sagen wir an dieser Stelle "Dankeschön". Das Lotte-Lemke-Zentrum ist eine Wohneinrichtung der Eingliederungshilfe (SGB XII) für 60 Menschen mit psychischer Beeinträchtigung in Kaufbeuren. Ohne Klaus König wäre vieles anders in der Einrichtung. Man sieht es ihm nicht an und an seiner engagierten Arbeitsleistung merkt man es schon zweimal nicht: Der ehrenamtliche Mitarbeiter des Zentrums ist schon 71 Jahre alt! Lange Jahre arbeitete er als Gehilfe des Hausmeisters bis er mit 65 Jahren in den wohlverdienten Ruhestand ging. Doch von Ruhestand wollte und will Herr König nichts wissen. Fast jeden Morgen von Montag bis Freitag steht er nach wie vor dem Hausmeister zur Seite und auch am Wochenende, vor allem im Winter, sieht er häufig nach dem Rechten oder schaufelt Schnee. Die Räume, die Herr König als Ehrenamtlicher gestrichen hat, sind gar nicht mehr zu zählen. Unermüdlich ist er im Garten unterwegs, mäht den Rasen, jätet Unkraut und pflegt den Gartenteich. Auf dem Foto sehen Sie ihn übrigens beim Streichen der Gartenmöbel. Kurz gesagt: Er ist die gute Seele der Einrichtung und unersetzbar! Bewohner und Mitarbeiter des Lotte-Lemke-Zentrums sind sehr dankbar, dass es Herrn König gibt. Und: Ein bisschen ist das Lotte-Lemke-Zentrum auch seine Heimat.

Website des Lotte-Lemke-Zentrums in Kaufbeuren [Link]

Krisen sind Chancen - Ehrenamtliches Engagement als Neuanfang

Ein neues Projekt von ePunkt, mit dem Menschen in psychischen Krisen in ehrenamtliches Engagement vermittelt werden, wird mit jeweils 2000 Euro von den drei größten psychiatrischen Einrichtungen der Region Lübeck (das Zentrum für integrative Psychiatrie am UKSH Lübeck, die AMEOS-Kliniken und das Dachverbands-Mitglied Brücke Lübeck gGmbH) unterstützt.

Mit dem Projekt soll eine Perspektive für Menschen geschaffen werden, die nach einer psychischen Krankheit in einem ganz alltäglichen Umfeld wieder einsteigen wollen. „Was nützt die beste Therapie und die besten Medikamente, wenn es nicht ein neues Feld gibt, in dem man die gewonnenen Erkenntnisse ausprobieren kann?“, sagt Dr. Peter Delius, Vorsitzender des Lübecker Bürgerkraftwerks und selbst Psychiater. Martina Kurrek wurde über das Porjekt in ein Ehrenamt im Weltladen Lübeck vermittelt. Sie hat durch die regelmäßige Tätigkeit im Weltladen soziale Kontakte und Halt gefunden. „Hier bin ich jetzt ganz normal Martina, eben eine von denen, die mit anpacken“, sagt sie. Es fiel ihr deshalb nicht schwer, sich für den Projekt-Flyer zur Verfügung zu stellen. Inzwischen haben schon viele Menschen auf diesem Weg ein Ehrenamt schätzen gelernt. „Die Nachfrage ist groß.“, sagt der Sozialarbeiter Dirk Thiem, der das Projekt im ePunkt betreut.

Durch die Unterstützung der drei großen psychiatrischen Einrichtungen und die Fördermitgliedschaften einiger niedergelassenen PsychotherapeutInnen und Psychiater besteht eine gute Chance „Krisen sind Chancen“ auch über die öffentlich geförderte Projektphase hinaus in Lübeck zu etablieren.

Mehr Informationen finden Sie unter: www.epunkt-luebeck.de/index.php/reling

Artikel "Das Ehrenamt in der Psychiatrie – geschichtliche Entwicklungen"

Die historische Betrachtung des Ehrenamtes in der Psychiatrie ist deshalb von großem Interesse, weil sie den Blick schärft für Aspekte und Haltungen, die auch heute noch das sehr komplexe Erscheinungsbild bürgerschaftlichen Engagements in der Psychiatrie prägen. Die Leseprobe aus der Zeitschrift "hilfe" Nr. 13 von EREPRO können Sie hier [herunterladen].

EREPRO wurde 1994 offiziell gegründet von haupt- und ehrenamtlichen Mitarbeitern in der Sozialpsychiatrie – mit dem sperrigen Titel „EREPRO- ein Recht auf Probleme – Initiative zur Entwicklung von Transparenz in der Psychiatrie, gGmbH, München“. Gegenstand gemeinnützigen Unternehmens ist Aus-, Fort- und Weiterbildung sowie Erwachsenenbildung im Bereich der Psychiatrie sowie unter anderem die Supervision für Berufsbetreuer. Mehr Informationen finden Sie auf der Website von EREPRO. [Link]