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Europäische Vernetzung in der Gemeindepsychiatrie

"Report of the United Nations High Commissioner for Human Rights" fordert Staaten zur Verbesserung der Menschenrechtssituation psychisch Erkrankter auf

Das Leben von Menschen mit psychischen Erkrankungen und seelischen Behinderungen wird durch das Zusammenwirken zahlreicher Faktoren negativ beeinflusst, insbesondere durch Armut, Stigmatisierung, Diskriminierung, sozialer Isolation und Exklusion. Zu diesem Ergebnis kommt der Bericht des Hochkommissars der Vereinten Nationen für Menschenrechte zum Thema „Seelische Gesundheit und Menschenrechte“ vom 31. Januar 2017.

Um diesen Problemen entgegen zu wirken, müsse ein umfassendes Konzept zur Verbesserung der Menschenrechtssituation entwickelt werden, das die Handlungsfähigkeit und Würde sowie sämtliche anderen Menschenrechte sichert, die unter anderem durch die „UN-Behindertenrechtskonvention“ und den „Internationalen Pakt über wirtschaftliche, soziale und kulturelle Rechte“ garantiert werden sollen. Es erfordere politische Weichenstellung, um die Ausgrenzung und Marginalisierung als Ursachen und Folgen psychischer Erkrankungen zu adressieren und die Forderungen der „Agenda 2030 für Nachhaltige Entwicklung“ ernst zu nehmen, niemanden zurück zu lassen und sich vor allem um diejenigen Menschen zu kümmern, die Hilfe am nötigsten brauchen.

Infolgedessen sollten die Staaten bei der Erfüllung ihrer Verpflichtung zur Umsetzung der Rechte von Personen mit psychischen Erkrankungen und seelischen Behinderungen ihr politisches Handeln und rechtliche Rahmenbedingungen an den genannten Menschenrechtsnormen ausrichten, entsprechende Strategien, Fachkenntnisse- und Kompetenzen entwickeln und Ressourcen wie etwa Beispiele zur Best-Practice zur Verfügung stellen.

Grundlage für den vorliegenden Bericht ist die "Resolution 32/18 zu Seelischer Gesundheit und Menschenrechten", die der Menschenrechtsrat der Vereinten Nationen am 1. Juli 2017 verabschiedet hatte. Darin forderte der Rat den Hochkommissar auf, einen Bericht zur Lage und Umsetzung der Menschenrechte psychisch erkrankter Menschen anzufertigen.

Den vollständigen „Report of the United Nations High Commissioner for Human Rights” in englischer Sprache können Sie auf den Seiten der Vereinten Nationen herunterladen [Link].

"Wo stehen wir 2016?" - Bericht zur Umsetzung der UN-BRK auf EU-Ebene

Im vergangenen Jahr hat MHE den Umsetzungsprozess der UN-Behindertenrechtskonvention auf der Ebene der Europäischen Union aus der Perspektive von Menschen mit psychischen Erkrankungen begleitet und an den gesteckten Zielen gemessen. Das Ergebnis: Während die Europäische Kommission merklichen Fortschritt gemacht hat - besonders in verfahrensrechtlichen Fragen durch den "Rechtsakt zur Barrierefreiheit" - ist an anderen Punkten noch viel Raum für Verbesserungen. Als Beispiel nennt MHE fundamentale Menschenrechtsfragen wie die Rechtsfähigkeit Betroffener, Zugang zum Hilfesystem, Zugang zu Rechtsmitteln, Freiheit und Sicherheit, Einwilligungserklärungen zur Behandlung, Schutz vor Folter.

Ausführliche Informationen in englischer Sprache finden Sie im "Implementation report of the UN CRPD recommendations for 2016" von MHE. [herunterladen]

Kampagne zu Depressionen am Weltgesundheitstag 2017

Am 7. April, dem Gründungstag der Weltgesundheitsorganisation WHO, ist Weltgesundheitstag. Dieses Jahr steht das Thema "Depression" im Fokus der Kampagne und macht damit auf die depressive Erkrankungen als wichtigen Faktor bei der globalen Gesundheitsfürsorge aufmerksam. Im Kern geht es in der Kampagne darum, über Depressionen sprechen zu lernen und dadurch Genesungsprozesse erst möglich zu machen. Darum lautet der Slogan: "Depression: let's talk". Die WHO und auch Mental Health Europe ermutigen alle Menschen und Oragnisationen, die das Thema beschäftigt, sich während der Kampagne zu engagieren. Um sie dabei zu unterstützen, hat die WHO einen Ratgeber (in englischer Sprache) herausgegeben. [herunterladen]

Die ursprüngliche Pressemitteilung zur Kampagne finden sie auf der Website von MHE. [Link]

Ein Jahr des Wachstums und der Vernetzung: MHE veröffentlicht Jahresbericht 2016

2016 war ein Jahr der Konsolidierung und des Wachstums für Mental Health Europe. Auf dem Weg gab es viele Höhepunkte: Es wurden Positionen zu wichtigen fachlichen Fragen formuliert und zahlreiche erfolgreiche Veranstaltungen durchgeführt. Ebenso wurden die Netzwerke und Bündnisse gefestigt. Mit den MHE-Mitgliedern überall in Europa wurde eng zusammengearbeitet, um sich gemeinsam für die Rechte psychisch erkrankter Menschen einzusetzen. Den vollständigen Jahresbericht 2016 finden Sie hier. [Link]

Europaweites EuCoMS Network zur Stärkung Gemeindepsychiatrischer Zentren gegründet

Auf Initiative aus den Niederlanden hat sich im April 2016 das europaweite EuCoMS (European Community based Mental Health Service Providers) Network gebildet. Es hat die politische Absicht, ein Konzept, was in Deutschland am ehesten als "Gemeindepsychiatrische Zentren" beschrieben werden kann, als Kern der psychiatrischen Versorgung zu stärken und im Sinne einer Lobby zu vertreten.

Der Dachverband Gemeindepsychiatrie ist dem Netzwerk kürzlich beigetreten und lädt die Leistungserbringer und Managementgesellschaften unter seinen Mitglieder dazu ein, dies ebenfalls zu tun. Denn: eine Initiative wie das EuCoMS Network lebt von Engagement gemeindepsychiatrischer Organisationen in den einzelnen europäischen Ländern. Mit zahlreichen Mitgliedschaften bei EuCoMS setzen wir ein Zeichen dafür, dass die "Mental Health Centers" auch in Deutschland aus ihrer Nischenposition in eine zentrale Rolle der psychiatrischen Versorgung gelangen müssen.

Das nächste Treffen des Netzwerks findet im September in Hamburg statt - weitere Informationen dazu folgen. Die Grundsatzerklärung des EuCoMS Network finden Sie hier. [herunterladen]

"Das Stigma zerschlagen!" Gemeinsame Presseerklärung von MHE und ILGA-Europe

Anlässlich des Weltgesundheitstags 2016 haben sich Menthal Health Europe und die Europäische Sektion der International Lesbian, Gay, Bisexual, Trans and Intersex Association (ILGA-Europe) zusammengeschlossen, um auf die besonderen Herausforderungen und die seelische Gesundheit von homosexuellen, bisexuelle, transgender, transsexuellen und intersexuellen Menschen aufmerksam zu machen. Die gemeinsame Pressemitteilung beider Organisationen in englischer Sprache finden Sie [hier].

Capacity Building Seminars von MHE in Brüssel

"Seelische Gesundheit ist kein Luxus, sondern Notwendigkeit!" Zu diesem Ergebnis kamen die Teilnehmer des europäischen Capacity Building Seminars, veranstaltet von Mental Health Europe am 10. und 11. Dezember 2015 in Brüssel. Die Referenten stellten die aktuelle Datenlage im europäischen Kontext dazu sowie erfolgreiche Ansätze zur Förderung von Recovery, Antistigma-Kampagnen sowie Nutzerbeteiligung vor. Die Vorträge können Sie im Folgenden herunterladen:

Artikel über Mental Health Europe in der neuen Ausgabe von "International Innovation"

Maria Nyman, Direktorin von Mental Health Europe, wurde für das international renommierte Wissenschaftsforum International Innovation interviewt. In dem Artikel erklärt Maria Nyman den Zusammenhang zwischen psychosozialen Krankheiten und Armut. Außerdem sprach sie über die Aktivitäten die MHE zum Aufbau von gesundheitlicher und psychosozialer Unterstützung für Menschen mit psychischen Erkrankungen europaweit unternimmt. Zu den 80 Mitgliedsorganisation gehören seitens der Deutschen Gruppe die BPtK, der Dachverband Gemeindepsychiatrie, die DGSP und das Pfalzklinikum Klingenmünster. [Zum Artikel]