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Gemeindepsychiatrische Basisversorgung (GBV)

Mit dem Projekt sollen im Zeitraum von 2019 bis 2022 gemäß der S3-Leitlinie „Psychosoziale Therapien bei schweren psychischen Erkrankungen“ der DGPPN die „gemeindepsychiatrischen Systeminterventionen“ in ausgewählten Regionen erprobt werden. Die Zersplitterung entlang der einzelnen Sozialgesetzbücher soll damit überwunden werden. Gefördert wird das Projekt aus Mitteln des Innovationsfonds des Gemeinsamen Bundesausschusses (G-BA).

Ziel ist es, besonders schwer erkrankte Menschen, die derzeit häufig durch die Maschen der Regelversorgung fallen, aufzufangen, für sie und mit ihnen und ihrem sozialen Umfeld einen individuellen, komplexen Hilfeplan zu entwickeln und hierdurch zur Reduktion stationärer Krankenhausaufenthalte, einer höheren Zufriedenheit mit der Versorgung und einer Verbesserung des Gesundheitszustands beizutragen. Weitere positive Nebeneffekte werden die Entlastung Angehöriger (soziales Umfeld) und Vermeidung der Verschlechterung oder Chronifizierung des Zustandes sein. Internationale Studien lassen erwarten, dass diese Effekte ermöglicht werden.

Unter Einbeziehung des regionalen Versorgungssystems sollen möglichst breite Zugangswege geschaffen und der Zielgruppe zugänglich gemacht werden. Ein multiprofessionelles Team ermittelt den individuellen Versorgungsbedarf in einem ersten Assessment und unterstützt die Teilnehmer im Anschluss dabei, die geeigneten passgenauen Hilfen zu ermitteln und sie in Anspruch zu nehmen. Ein vierstufiger Krisendienst (Hotline, aufsuchender Dienst, Krisenwohnung, ärztlicher Hintergrund) steht ergänzend rund um die Uhr zur Verfügung.

Gemeindepsychiatrische Basisversorgung schwerer psychischer Erkrankungen – Versorgung wie aus einer Hand

Konzeption für ein Projekt des Innovationsfonds

Stand Februar 2019

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Aktuelles

Auftaktsitzung in Köln zur Gemeindepsychiatrischen Basisversorgung

Am 26. März 2019 fand in den Räumlichkeiten der Fritz Thyssen Stiftung in Köln die Auftaktsitzung zur Gemeindepsychiatrischen Basisversorgung (GBV) statt. Die GBV ist ein vom Innovationsfonds der gesetzlichen Krankenkassen und des Gesundheitsfonds mit ca. 9 Millionen gefördertes Projekt. Sie ist das einzige psychiatrische Projekt im Förderbereich sozialleistungsträgerübergreifende Versorgungsformen, welches in dieser Periode gefördert wird. Alle Konsortialpartner nahmen an der konstituierenden Sitzung teil. Zu ihnen zählen Krankenkassen (Techniker, AOK Bayern, AOK Rheinland/Hamburg, GWQ ServicePlus AG), leistungserbringende Regionen (Augsburg, Berlin, Dresden, Essen, Mettmann, Mönchengladbach, München, Saarbrücken, Solingen, Viersen), die Gesellschaft für psychische Gesundheit in Nordrhein Westfalen gGmbH (GpG NRW), die Universität Ulm als forschendes Institut, der Dachverband Gemeindepsychiatrie e.V. als Konsortialführer sowie die KKH als Kooperationspartner. [weiter]

Artikel zur GBV aus der Zeitschrift "Soziale Psychiatrie" 1/2019

Ziel der Gemeindepsychiatrischen Basisversorgung ist es, besonders schwer erkrankte Menschen, die derzeit häufig durch die Maschen der Regelversorgung fallen, aufzufangen, für sie und mit ihnen und ihrem sozialen Umfeld einen individuellen, komplexen Hilfeplan zu entwickeln und hierdurch zur Reduktion stationärer Krankenhaus-aufenthalte, einer höheren Zufriedenheit mit der Versorgung und einer Verbesserung des Gesundheitszustands beizutragen. Weitere positive Nebeneffekte werden die Entlastung Angehöriger (soziales Umfeld) und Vermeidung der Verschlechterung oder Chronifizierung des Zustandes sein. Internationale Studien lassen erwarten, dass diese Effekte ermöglicht werden.

Den Artikel "Gemeindepsychiatrische Basisversorgung - ein dickes Brett" von Nils Greve können Sie [hier herunterladen].