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Willkommen auf den Internetseiten des Dachverbands Gemeindepsychiatrie!

Unser Verband vertritt deutschlandweit die Interessen der Träger gemeindepsychiatrischer Hilfen. Er setzt sich für eine inklusive und vorrangig ambulante Versorgung von Menschen mit psychischen Erkrankungen und seelischen Behinderungen ein, die die Bedürfnisse der Betroffenen in den Mittelpunkt stellt und ihnen Teilhabechancen in der Gemeinschaft eröffnet. Gemeindepsychiatrische Anbieter sorgen im Netzwerk mit Therapeuten, Ärzten, Betreuern, Angehörigen und ehrenamtlich Engagierten dafür, dass Menschen mit psychischen Erkrankungen wohnortnahe und niedrigschwellige medizinische, therapeutische und rehabilitative Hilfen erhalten. Auf der Seite [Über uns] erfahren Sie mehr.

Aktuelles

Verschiebung der Jahrestagung 2020

Aufgrund der anhaltenden Einschränkungen des öffentlichen Lebens als Reaktion auf die Ausbreitung des Coronavirus in Deutschland müssen wir leider unsere für den 9. und 10. Juni 2020 in München geplante Jahrestagung verschieben.

Sehr gerne hätten wir mit Ihnen gemeinsam zum wichtigen Thema "Ambulante Krisendienste realisieren – Komplexleistungen der Gemeindepsychiatrie sichern" diskutiert und auch abseits des Tagungsprogramms den gewohnt persönlichen Austausch gesucht.

Unserer Einschätzung nach wird die Ausrichtung von Veranstaltungen wie der unseren aber auch im Juni noch nicht wieder möglich sein. Die Gesundheit und Sicherheit unserer Gäste, Referent*innen und Mitarbeitenden hat für uns Priorität. Aus diesem Grund – und um Planungssicherheit für Sie und uns herzustellen – haben wir uns zu diesem Schritt entschieden. Dafür bitten wir um Ihr Verständnis. Alle bisher eingegangenen Anmeldungen werden storniert. Ihnen entstehen dadurch keine Kosten.

Die Tagung wird auf das Jahr 2021 verschoben. Das genaue Datum geben wir zu einem späteren Zeitpunkt bekannt. Über weitere Termine und Entwicklungen informieren wir Sie per E-Mail und auf unserer Website.

Wir wünschen Ihnen, Ihren Organisationen, Ihren Kolleg*innen und Familien viel Kraft und Solidarität in diesen schweren Zeiten – und vor allem Gesundheit.

Brandbrief: "Ambulante psychiatrische Pflege während der CoViD-19-Pandemie gewährleisten!"

Die Ausbreitung der CoViD-19-Pandemie und alle damit verbundenen Regelungen und Praktiken psychiatrischer Leistungserbringer sowie die aktuellen Distanz- und Kontaktregeln verändern die Lebenssituation und Bedürftigkeit von Menschen mit psychischen Krankheiten. Krankenhauspatienten wurden nach Hause entlassen; Werkstätten und Tageskliniken sowie sehr viele weitere SGB-V-Leistungen und komplementäre Angebote sind nicht verfügbar.

"Angesichts der hohen Dringlichkeit für Hilfe und Beratung ist absolut untragbar, dass ambulante psychiatrische Pflege diesen Personen nicht flächendeckend und unkompliziert telefonische Hilfen oder Videoberatung anbieten kann", erklären neben dem Dachverband Gemeindepsychiatrie die Bundesinitiative Ambulante Psychiatrische Pflege (BAPP) und die Deutsche Fachgesellschaft Psychiatrische Pflege (DFPP) in ihrem Brandbrief.

[Positionspapier herunterladen]

Stellungnahme zur Ablehnungspraxis von pHKP

Gemeinsam mit der Bundesinitiative Ambulante Psychiatrische Pflege e.V. (BAPP) und der Deutschen Fachgesellschaft Psychiatrische Pflege e.V. (DFPP) fordert der Dachverband Gemeindepsychiatrie e.V. in einer aktuellen Stellungnahme die Kostenträger nachdrücklich dazu auf, die Richtlinie für psychiatrische häusliche Krankenpflege (pHKP) in der aktuellen Fassung umfänglich und konsequent in ihrer Genehmigungspraxis umzusetzen.

Wie bereits in unserer Stellungnahme vom 26.11.2018 ausgeführt, begrüßen wir die Überarbeitung der Richtlinie für psychiatrische häusliche Krankenpflege (pHKP) durch den Gemeinsamen Bundesausschuss (G-BA, 2018) grundsätzlich. Auch nach unserer Kritik vom 19.12.2018 zeigt die Praxis nun aber vermehrt, dass die veränderte Richtlinie von vielen Kostenträgern noch nicht umfänglich umgesetzt oder auch falsch interpretiert wird. Die teilweise willkürlich anmutenden Argumentationen zur Verkürzung oder Ablehnung der verordneten Maßnahmen widersprechen gänzlich einer professionell-fachlichen Versorgung und auch der Richtlinie für pHKP. Außerdem sind sie nicht im Interesse der Versicherten, sondern diskriminieren diese, indem sie ihnen berechtigte Leistungen vorenthalten.

[Link zur Stellungnahme auf der Website der BAPP]

Terminankündigung: Vom Auftrag zur Umsetzung - Präsentation des Abschlussbericht der ARBEITSGRUPPE KINDER PSYCHISCH KRANKER ELTERN

Nach einem intensiven Arbeitsprozess und der Zuleitung des Abschlussbericht an den Deutschen Bundestag stellt der Dachverband Gemeindepsychiatrie gemeinsam mit dem AFET - Bundesverband für Erziehungshilfe, dem Institut für Gesundheitsforschung und Soziale Psychiatrie (igsp) und dem Nationalen Zentrum Frühe Hilfen (NZFH) am 9. März 2020 auf einer Fachtagung in Berlin den Abschlussbericht der Arbeitsgruppe Kinder psychisch kranker Eltern vor. Abgeordnete des Deutschen Bundestages, Vertreter*innen aus Wissenschaft und Forschung, der Länder und der kommunalen Ebene und Mitglieder der Arbeitsgruppe werden auf verschiedenen Podien zu den Empfehlungen und zu ihren Erwartungen an die lenkungswirksame Umsetzung Stellung nehmen.

Weitere Informationen finden Sie im Tagungsprogramm [Link].
Anmelden können Sie sich auf der Website der AFET [Link].

Brücke SH gehört zu den wertvollsten Arbeitgebern in Kiel

Wir gratulieren unserer Mitgliedsorganisation Brücke Schleswig-Holstein gGmbH!  Der gemeindepsychiatrische Träger zählt laut einer Befragung zu den zehn wertvollsten Arbeitgebern für das Gemeinwohl in Kiel. Zu diesem Ergebnis kommt eine Bevölkerungsumfrage des Kölner Marktforschungsinstituts ServiceValue im Auftrag der Zeitschrift „WirtschaftsWoche“.

Die Marktforscher hatten die norddeutsche Bevölkerung nach der Bedeutung von insgesamt 2.158 Unternehmen für das Gemeinwohl befragt. Sie wollten herausfinden, welchen gesellschaftlichen Mehrwert die Betriebe für ihre unmittelbare Umgebung leisten. In dem Ranking landete die Brücke SH auf einem hervorragenden siebten Platz und erhielt damit die Auszeichnung „Wertvoller Arbeitgeber für das Gemeinwohl 2019“.

Die Brücke SH beschäftigt mehr als 700 Menschen und kümmert sich als gemeinnützige Gesellschaft um Menschen mit psychischen und seelischen Erkrankungen sowie um deren Angehörige und Interessierte. „Wir sind sehr stolz auf diese Auszeichnung. Denn sie beweist, dass unser Wirken für die Gesellschaft auch von der breiten Öffentlichkeit wahrgenommen und wertgeschätzt wird“, sagt Wolfgang Faulbaum-Decke, Geschäftsführer der Brücke SH.

Die komplette Pressemeldung lesen Sie auf der Seite der Brücke SH.

Dokumentation der Jahrestagung 2019 „Grenzen überschreiten - Pflege, Teilhabe und Gemeindepsychiatrie“

„Es ist Zeit für einen neuen Aufbruch!“ Nichts weniger forderte Nils Greve, Vorsitzender des Dachverbands Gemeindepsychiatrie e.V., in seinem Eröffnungsvortrag auf der Jahrestagung 2019 am 26. und 27. Juni in Hamburg. Mit dem bewusst provokanten Titel der Tagung „Grenzen überschreiten – Pflege, Teilhabe und Gemeindepsychiatrie“ hatte der Dachverband Gemeindepsychiatrie in Kooperation mit der Bundesinitiative Ambulante Psychiatrische Pflege e.V. (BAPP) und der Deutschen Fachgesellschaft Psychiatrische Pflege e.V. (DFPP) nach zu Fachvorträgen, Workshops und einer regen Diskussion eingeladen. Das Ziel der Veranstaltung war es, aufbauend auf den neuen gesetzlichen Möglichkeiten durch das Bundesteilhabegesetz, die Pflegestärkungsgesetze und bei der psychiatrischen Häuslichen Krankenpflege gemeinsam Schnittmengen und Anknüpfungspunkte auszuloten und innovative Möglichkeiten zu finden, um dem Ziel sozialraumorientierter, passgenauer Komplexleistungen für Menschen mit psychischen Erkrankungen ein weiteres Stück näher zu kommen. Am ersten Tag lag der Schwerpunkt auf dem Thema Pflege, am zweiten Tag wurde das Bundesteilhabegesetz behandelt. Hinzu kamen weitere Themen wie die Finanzierung von Krisendiensten, die Unterstützung Jugendlicher, der Einsatz von Social Media sowie eine weitere „Grenzüberschreitung“ in Gestalt von Profis mit Erfahrung als Patienten oder Angehörige. [mehr]

Positionspapier der Friedrich-Ebert-Stiftung zur Zukunft der psychosozialen Versorgung

Am 5. Juni 2019 wurde in Berlin das Positionspapier "Es ist Zeit für einen neuen Aufbruch“ - Handlungsbedarfe zur Reform der psychosozialen Versorgung 44 Jahre nach der Psychiatrie-Enquete der Friedrich-Ebert-Stiftung vorgestellt. Es liefert wichtige Impulse enthält für politische Weichenstellungen hin zu einer konsequenten personen- und bedarfsorientierten Unterstützung für Menschen mit psychischen Erkrankungen.

Das Positionspapier wurde auf Grundlage der Beratungen einer Expertengruppe im Rahmen des FES-Projekts „Weiterentwicklung der Qualitätsstrategie im deutschen Gesundheitswesen” erstellt. Daran mitgewirkt haben auch Nils Greve und Christian Zechert aus dem Vorstand des Dachverbands sowie Dr. Elke Prestin, Referentin im Projekt "Gemeindepsychiatrische Grundversorgung".

Positionspapier [herunterladen]

Auftaktsitzung in Köln zur Gemeindepsychiatrischen Basisversorgung

Am 26. März 2019 fand in den Räumlichkeiten der Fritz Thyssen Stiftung in Köln die Auftaktsitzung zur Gemeindepsychiatrischen Basisversorgung (GBV) statt. Die GBV ist ein vom Innovationsfonds der gesetzlichen Krankenkassen und des Gesundheitsfonds mit ca. 9 Millionen gefördertes Projekt. Sie ist das einzige psychiatrische Projekt im Förderbereich sozialleistungsträgerübergreifende Versorgungsformen, welches in dieser Periode gefördert wird. Alle Konsortialpartner nahmen an der konstituierenden Sitzung teil. Zu ihnen zählen Krankenkassen (Techniker, AOK Bayern, AOK Rheinland/Hamburg, GWQ ServicePlus AG), leistungserbringende Regionen (Augsburg, Berlin, Dresden, Essen, Mettmann, Mönchengladbach, München, Saarbrücken, Solingen, Viersen), die Gesellschaft für psychische Gesundheit in Nordrhein Westfalen gGmbH (GpG NRW), die Universität Ulm als forschendes Institut, der Dachverband Gemeindepsychiatrie e.V. als Konsortialführer sowie die KKH als Kooperationspartner. [weiter]

Fachtagung "Wir? Gestalten. Gemeindepsychiatrie!" in Alzey

Menschen mit einer psychischen Erkrankung werden in vielen Regionen in Rheinland-Pfalz sehr gut versorgt. Diese Tatsache ist eine Erkenntnis aus der Tagung am 29.03.2019 in der Rheinhessen-Fachklinik, wo sich ca. 70 Betroffene, Angehörige, Geschäftsführende von Kliniken und Organisationen, Ärzte und Fachkräfte trafen, um sich einen Überblick über die Versorgungslandschaft für psychisch erkrankte Menschen zu schaffen. Das ist in Rheinland-Pfalz bisher nicht so einfach, wie eine Karte von Rheinland-Pfalz zeigte, auf die alle Anwesenden kleine Fähnchen für den Standort ihrer Region steckten.

Viele große Träger, wie das Pfalzklinikum, die Rheinhessen-Fachklinik und andere Kliniken haben die Versorgungsverantwortung in ihren Regionen und bieten umfassende Möglichkeiten für Erkrankte. In anderen Regionen wiederum gibt es Träger der Gemeindepsychiatrie, die sehr gut miteinander zum Beispiel in Gemeindepsychiatrischen Verbünden organisiert sind. Gerade die Umsetzung der aktuellen Sozialrechtsreformen bergen für die Zukunft der gemeindepsychiatrischen Hilfen für die Träger eine Fülle von Herausforderungen. Eine Realisierung recovery- und lebensweltortientierter gemeindepsychiatrischer Hilfen scheint erst einmal durch die strukturellen Notwendigkeiten verlangsamt zu sein. In Umbruchzeiten ist es jedoch wichtiger denn je, sich zu vernetzen und auszutauschen um den notwendigen Schwung für die grundlegenden konzeptionellen Diskussionen zu entwickeln. [weiter]

Broschüre "Leuchtturmprojekte: Unterstützung für Familien mit einem psychisch erkrankten Elternteil" erschienen

Unsere neue Broschüre stellt Leuchtturmangebote von Hilfen für Familien vor, in denen ein Elternteil psychisch erkrankt ist. Entstanden ist die Veröffentlichung mit der Unterstützung des Bundesministeriums für Gesundheit (BMG). In der Broschüre werden Aktivitäten gemeindepsychiatrischer Träger sowie eines psychiatrischen Krankenhauses vorgestellt, die seit vielen Jahren am Aufbau von konkreten Hilfen für diese Familien arbeiten. Sie haben interdisziplinäre Netzwerke geknüpft, um funktionsfähige, lebensweltorientierte und der Krankheitsbewältigung dienende Hilfen zu schaffen. Dabei spielen die Arbeit in multiprofessionellen Teams sowie der Aufbau einer verbindlichen Netzwerkstruktur für das gesamte Familiensystem eine wichtige Rolle. Gemeindepsychiatrische Träger, die im Dachverband Gemeindepsychiatrie organisiert sind, bieten meist Hilfen basierend auf unterschiedlichen Sozialgesetzbüchern an. Damit haben sie die Möglichkeiten, bei komplexen Bedarfen Unterstützung aus einer Hand anzubieten. Die im vorangegangenen BMG-Förderprojekt in den Jahren 2017 und 2018 gesammelten Erfahrungen werden mit dieser Veröffentlichung einer breiten Fachöffentlichkeit zugänglich gemacht und unterstützen Träger beim Aufbau lebensweltorientierter Komplexleistungen. Zudem bieten wir umfangreiche Informationen zu Finanzierungswegen aus den Sozialgesetzbüchern und weitere Materialien zu den Leuchtturmprojekten zum Herunterladen an. [mehr]

Home Treatment - Perspektiven aufzeigen und gemeinsam handeln

Claudia Scheytt, Referentin für Behinderten- und Psychiatriepolitik beim Paritätischen Gesamtverband, schreibt in der Ausgabe 6/2018 der Zeitschrift "Der Paritätische" über die jüngesten Initiativen zum Home Treatment, die der Wohlfahrtsverband gemeinsam mit seinen Fachverbänden Dachverband Gemeindepsychiatrie und der DGSP auf dem Weg gebracht hat. Der Artikel betrachtet die Chancen und strukturelle Probleme bei der Umsetzung einer flächendeckenden ambulanten, aufsuchenden Behandlung von psychischen Erkrankungen und stellt die kürzlich erschienen Broschüre „Home Treatment - GEMEINSAM HANDELN“ vor.

Den Artikel können Sie [hier herunterladen].

Broschüre und Positionspapier zum Home Treatment

Der Dachverband Gemeindepsychiatrie hat zusammen mit dem Paritätischen Gesamtverband und der Deutschen Gesellschaft für Soziale Psychiatrie die Broschüre „Home Treatment - GEMEINSAM HANDELN“ vorgestellt. Mit dieser Broschüre möchten die Verbände den Blick in eine Zukunft richten, in der Menschen mit psychischer Erkrankung Hilfen „wie aus einer Hand“ bekommen. In der Broschüre werden Denkanstöße für notwendige Änderungen, aber auch Anregungen und Umsetzungsmöglichkeiten für die Praxis aufgezeigt. Sie enthält außerdem einen Überblick über die aktuelle und äußerst heterogene Situation durch die Darstellung von Angeboten, deren wesentlichen Zielstellungen, Leistungen und grundlegenden Rechtsnormen.

Die Broschüre gibt einen Einblick und leistet eine Positionsbestimmung. [Broschüre herunterladen].

Zudem haben die beteiligten Verbände das Papier "Home Treatment - Positionsbestimmung und Forderungen" veröffentlicht. [Positionspapier herunterladen].

Dokumentation der Jahrestagung 2018: „Lebensweltorientierte Komplexleistungen – Von Schnittstellen zu Nahtstellen“

24.07.2018. "Wie können wir Hilfen für Menschen mit psychischen Erkrankungen angesichts der aktuellen Sozialrechtsreformen so gestalten, dass sie dem Wohl der Betroffenen dienen?" Diese Frage stand im Zentrum der Jahrestagung des Dachverbands Gemeindepsychiatrie im sommerlichen Dresden, die mit über 250 Teilnehmenden sehr gut besucht war und viel Raum für Diskussionen über aktuelle Fachfragen bot. Konsens bestand darüber, dass eine Vernetzung aller relevanten Akteure notwendig ist, um aus Schnittstellen echte Nahtstellen in der Versorgung zu machen. Grenzen zwischen den Sozialgesetzbüchern müssen dafür ebenso überwunden werden wie Grenzen zwischen den Professionen – etwa durch eine Bündelung von personenorientierten Komplexleistungen in der Gemeindepsychiatrischen Basisversorgung. Ansätze, wie dies vor dem Hintergrund von BTHG und PsychVVG gelingen kann, boten in Vorträgen und Diskussionen Fachleute aus der gemeindepsychiatrischen Versorgung, der medizinischen Behandlung, aus Pflege und Betreuung sowie aus Forschung und von Sozialverbänden. Die Tagung war damit einen wichtiger interdisziplinärer Knotenpunkt, um gemeinsam neue Lösungen entwickeln zu können. Dafür, dass die Vorstellungen der Profis stets an der Lebenswirklichkeit und den Anforderungen der Menschen orientiert bleibt, sorgten die kritischen Wortbeiträge von Vertreterinnen aus der Betroffenen- und Angehörigenselbsthilfe. [mehr]

Inklusionsprojekt SOUL LALA gestartet

SOUL LALA – Das Inklusionsprojekt des Dachverbands Gemeindepsychiatrie e.V. für Jugendliche und junge Erwachsene

Wie geht es eurer Seele, was hält sie fit und was lässt sie in Krisen fallen? Diese und viele andere Fragen rund um das Thema „Seelische Gesundheit“ wollen wir im Projekt SOUL LALA (ehemals „Seelenleben“) mit jungen Menschen diskutieren. Vielfältig und multimedial, digital im Netz und analog vor Ort. Wir klären über psychische Erkrankungen auf, eröffnen neue Perspektiven und wollen Vorurteile abbauen. Vor allem aber möchten junge Menschen mit psychischen Schwierigkeiten als Erfahrungs-Experten stärken und sie erzählen lassen, was sie bewegt, auf welche Probleme sie im Alltag stoßen und was sie von einer inklusiven Gesellschaft erwarten.

Unser Ziel im Projekt ist es, gleichberechtige Teilhabe auch für Menschen mit psychischen Erkrankungen und Behinderungen zu befördern. Dazu wollen wir junge Menschen zusammenbringen - auf inklusiv ausgerichteten Aktionen und Veranstaltungen in sechs Projektregionen mit engagierten Mitgliedern des Dachverbands: Berlin (ajb GmbH), Dresden (PTV Sachsen), Kiel (Brücke-SH), München (gGmbH des Projektevereins), Wiesbaden (Werkgemeinschaft Rehabilitation Wiesbaden) und Zemmer (Barmherzige Brüder Schönfelderhof). Ob Informationstage an Schulen und Universitäten, Boxtrainig oder Yoga, Medien-Workshops, Filmfestivals, Theaterprojekte oder Handwerk mit anschließendem Verkauf im Online-Shop – wir bieten vielfältige Möglichkeiten für junge Leute, sich auszuprobieren und gemeinsam zu erleben, dass es normal ist, verschieden zu sein.

Junge psychisch erkrankte Menschen werden dabei als Projektmitarbeiterinnen und Projektmitarbeiter gefördert und können so Selbstwirksamkeit und Empowerment erfahren. Wir wollen im Projekt die Themen junger Menschen kennenlernen, die Sprache der Zielgruppe sprechen und ihre Kommunikationswege nutzen. Eine Projektwebsite und Kanäle bei Facebook, Instagram und YouTube dienen deshalb als Knotenpunkt zur Darstellung unserer Aktivitäten und zur Interaktion mit den Nutzerinnen und Nutzern. Gefördert wird SOUL LALA von der Aktion Mensch Stiftung von 2017 bis 2022.

Mehr Informationen unter www.soullala.de

Jahrestagung 2017: Jetzt erst recht! – Ambulante gemeindepsychiatrische Netzwerke weiterentwickeln

31.07.2017 Wichtige Zukunftsthemen der Jahrestagung 2017 waren der Aufbau von Home Treatment in Behandlungsnetzen, die Umsetzung des Bundesteilhabegesetzes in den nächsten Jahren und die Veränderungen in der ambulanten Pflege. Um Wege zu finden, die anstehenden Reformen aktiv mitzugestalten, hatte der Dachverband Gemeindepsychiatrie am 21. und 22. Juni 2017 ins Bürgerhaus Zähringen nach Freiburg eingeladen und durfte bei hochsommerlichen Temperaturen mehr als 200 Teilnehmer begrüßen. Ob Bundesteilhabegesetz, Pflegestärkungsgesetze oder PsychVVG: In den kommenden Jahren werden zahlreiche Sozialrechtsänderungen Auswirkungen auf die Versorgung und Behandlung von Menschen mit psychischen Erkrankungen haben - und damit auf die Netzwerke und Angebote gemeindepsychiatrischer Träger. Die Vorträge, Podiumsdiskussionen und Workshops der Tagung boten deshalb breiten Raum für Austausch von Fachexpertise und Positionen sowie zur Vernetzung und Strategieentwicklung. Veranstaltet wurde die Tagung zusammen mit der Freiburger Hilfsgemeinschaft. [weiter]