Gegen das Vergessen – Aus der Geschichte lernen

Begleitveranstaltung zum Gedenken an die Opfer von Patient:innenmord und Zwangssterilisation zur Zeit des Nationalsozialismus
05.02.2026

Der Beginn des Zweiten Weltkrieges am 1. September 1939 markierte auch den Anfang der Patientenmorde und Zwangssterilisationen im Nationalsozialismus. Auch in diesem Jahr gibt das Kontaktgespräch Psychiatrie daher am ersten September-Wochenende den Opfern wieder Namen und Gesichter – gegen das Vergessen.

Menschen mit psychischen Beeinträchtigungen erleben auch heute wieder vermehrt Ausgrenzung und gesellschaftliche Isolation. Aktuelle Debatten über eine vermeintliche Gefährdung durch psychisch erkrankte Menschen, die Ausweitung ärztlicher Zwangsmaßnahmen oder gar Forderungen nach zentraler Erfassung solcher Erkrankungen verstärken Ängste und das Gefühl existenzieller Bedrohung.

Vor dem Hintergrund der historischen Verantwortung stellt sich die dringende Frage, wie solche Forderungen mit wissenschaftlichen Erkenntnissen und den Lehren aus der NS-Zeit vereinbar sein können. In gemeinsamer Verantwortung wollen wir dieser besorgniserregenden gesellschaftlichen Entwicklung entgegentreten und deutlich machen: Psychisch erkrankte Menschen sind weder wehrlos noch ohne Stimme.

Betroffene, Angehörige und interessierte Teilnehmende treten in einen offenen Dialog mit Vertreter:innen aus Politik und Gesellschaft – mit dem Ziel, die Gegenwart im Lichte der Geschichte zu reflektieren und gemeinsam Wege zu mehr Teilhabe, Schutz und Respekt zu gestalten. Am Freitag, den 5. September 2025, in Berlin.

Die Veranstaltung wird in Kooperation mit dem Gedenkort e.V. durchgeführt.