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Willkommen auf den Internetseiten des Dachverbands Gemeindepsychiatrie!

Unser Verband vertritt deutschlandweit die Interessen der Träger gemeindepsychiatrischer Hilfen. Er setzt sich für eine inklusive und vorrangig ambulante Versorgung von Menschen mit psychischen Erkrankungen und seelischen Behinderungen ein, die die Bedürfnisse der Betroffenen in den Mittelpunkt stellt und ihnen Teilhabechancen in der Gemeinschaft eröffnet. Gemeindepsychiatrische Anbieter sorgen im Netzwerk mit Therapeuten, Ärzten, Betreuern, Angehörigen und ehrenamtlich Engagierten dafür, dass Menschen mit psychischen Erkrankungen wohnortnahe und niedrigschwellige medizinische, therapeutische und rehabilitative Hilfen erhalten. Auf der Seite [Über uns] erfahren Sie mehr.

Aktuelles

Weiterentwicklung des Home Treatments in Deutschland

31.07.2017 Dachverband Gemeindepsychiatrie und Deutsche Gesellschaft für Soziale Psychiatrie veröffentlichen gemeinsame Stellungnahme
Mit dem im Dezember 2016 in Kraft getretenen Gesetz zur Weiterentwicklung der Versorgung und der Vergütung für psychiatrische und psychosomatische Leistungen (PsychVVG) wurden die „stationsäquivalente Leistungen“ als psychiatrische Behandlungsform in den Katalog der Krankenhausleistungen nach SGB V aufgenommen. In geeigneten Fällen kann eine Klinik damit die stationäre Krankenhausbehandlung durch äquivalente Behandlungen in der eigenen Häuslichkeit der Patienten ersetzen und andere Leistungserbringer mit der Durchführung von Teilen der Behandlung beauftragen. Hierdurch ergeben sich neue Möglichkeiten für das Home Treatment – also die im häuslichen Umfeld von Patienten erbrachte psychiatrische Behandlung. Der Dachverband Gemeindepsychiatrie und die DGSP legten nun ihr Konzept von Home Treatment in einer gemeinsamen Stellungnahme den Bundestagsfraktionen und den Mitgliedern des Gesundheitsausschusses vor. Ziel ist es, mit politischen Entscheidungsträgern in eine vertiefte Diskussion einzusteigen. [weiter]

Jahrestagung 2017: Jetzt erst recht! – Ambulante gemeindepsychiatrische Netzwerke weiterentwickeln

31.07.2017 Wichtige Zukunftsthemen der Jahrestagung 2017 waren der Aufbau von Home Treatment in Behandlungsnetzen, die Umsetzung des Bundesteilhabegesetzes in den nächsten Jahren und die Veränderungen in der ambulanten Pflege. Um Wege zu finden, die anstehenden Reformen aktiv mitzugestalten, hatte der Dachverband Gemeindepsychiatrie am 21. und 22. Juni 2017 ins Bürgerhaus Zähringen nach Freiburg eingeladen und durfte bei hochsommerlichen Temperaturen mehr als 200 Teilnehmer begrüßen. Ob Bundesteilhabegesetz, Pflegestärkungsgesetze oder PsychVVG: In den kommenden Jahren werden zahlreiche Sozialrechtsänderungen Auswirkungen auf die Versorgung und Behandlung von Menschen mit psychischen Erkrankungen haben - und damit auf die Netzwerke und Angebote gemeindepsychiatrischer Träger. Die Vorträge, Podiumsdiskussionen und Workshops der Tagung boten deshalb breiten Raum für Austausch von Fachexpertise und Positionen sowie zur Vernetzung und Strategieentwicklung. Veranstaltet wurde die Tagung zusammen mit der Freiburger Hilfsgemeinschaft. [weiter]

Seelische Krisen und psychische Erkrankungen bei Jugendlichen und jungen Erwachsenen

28.07.2017 Der Weg hin zum Erwachsenwerden ist nicht leicht. Meist ist er mit einer Vielzahl von Hürden verbunden und läuft nicht selten mit unterschiedlichen seelischen Nöten ab. Deutsche wie internationale Untersuchungen legen nahe, dass rund ein Fünftel aller Jugendlichen psychische Auffälligkeiten zeigen. Etwa fünf Prozent der Heranwachsenden in Deutschland und anderen Industrienationen erkranken im weiteren Verlauf an gravierenden psychischen Störungen. Neben den unterschiedlichen Persönlichkeitsstörungen, der bipolaren Störung und schizophrenen Krankheitsbildern kann dies etwa eine Angststörung, eine Essstörung, eine Depression oder eine Störung des Sozialverhaltens sein. Frau Marion Keller sich mit diesem Thema befasst und dazu mehrere Gastartikel geschrieben. Damit hat sie gleichzeitig die Vorarbeiten für unser neues Inklusionsprojekt Seelenleben unterstützt. Den ersten Artikel zu den häufigsten psychischen Erkrankungen finden Sie [hier].

Dachverband formuliert Wahlprüfsteine zur Versorgung von Kindern psychisch erkrankter Eltern

25.07.2017 Der Dachverband Gemeindepsychiatrie macht sich seit vielen Jahren für Hilfen und Unterstützung für Kinder psychisch erkrankter Eltern stark. Zusammen mit dem AFET Bundesverband für Erziehungshilfe hatten wir es geschafft, das Thema in Fokus des Deutschen Bundestags zu rücken. Dieser hatte im Juni 2017 beschlossen, die Bundesregierung aufzufordern, eine interdisziplinäre Arbeitsgruppe unter Beteiligung der zuständigen Bundesministerien, relevanter Fachverbände und -Organisationen sowie weiterer Sachverständiger einzurichten, die Vorschläge zur Verbesserung der Situation von Kindern und Jugendlichen aus Familien, in denen mindestens ein Elternteil psychisch erkrankt ist, erarbeitet.

Wir wollen das Thema in der öffentlichen und politische Diskussion halten. Für die kommende Bundestagswahl hat der Vorstand des Dachverbands deshalb drei Wahlprüfsteine formuliert. An diesen Fragen zu Kindern psychisch erkrankter Eltern müssen sich Politikerinnen und Politiker im Wahlkampf messen lassen und wir möchten unsere Mitglieder und Partner bitten, auch bei ihren Abgeordneten vor Ort kritisch nachzufragen.

Wahlprüfsteine: Versorgung von Kindern psychisch erkrankter Eltern
  • Hat sich Ihre Partei mit dem Thema "Kinder psychisch kranker Eltern" auseinandergesetzt?
  • Gibt es Ihrerseits Vorschläge, wie die betroffenen Kinder und Jugendlichen gefördert werden können?
  • Welche Notwendigkeiten sehen Sie, damit eine ausreichende Versorgung gewährleistet werden kann?

Wir gedenken Arnold Böcker, Gründervater von Op de Wisch

14.07.2017 Nach kurzer schwerer Krankheit ist Arnold Böcker am Freitag, den 23. Juni 2017 gestorben. In mehr als 20 Jahren hat er den Verein Op de Wisch aufgebaut und das Dachverbandsmitglied maßgeblich geprägt. Mit viel Herz, Engagement und durchaus streitbar hat er KlientInnen auf dem Weg in ein selbstbestimmteres Leben begleitet und unterstützt. Auch MitarbeiterInnen hat er immer ermahnt, im Engagement für dieses Ziel nicht nachzulassen. Seit 2013 war er im Ruhestand, hat aber weiterhin Kontakt gehalten und gepflegt. Mit seiner unkonventionellen, hartnäckigen und solidarischen Art unterstützte und bereicherte er die Arbeit des Dachverbandes Gemeindepsychiatrie in vielen Mitgliederversammlungen.

Grünes Licht für unser neues Inklusionsprojekt "Seelenleben"

10.07.2017 Im kommenden Projekt wollen wir jungen Menschen eine Stimme geben und von ihnen erfahren, was sie in ihrem Leben seelisch gesund macht, was sie in Krisen fallen lässt und wie sie damit umgehen. Anfang dieser Woche haben wir von der Aktion-Mensch-Stiftung die Bewilligung für unser fünfjähriges Modellvorhaben erhalten. Getragen und gestaltet werden wird das Projekt vom Dachverband und fünf regionalen Partnern aus dem Kreis der Mitglieder. Mit "Seelenleben" wollen wir vor allem die gesellschaftliche Teilhabe junger psychisch erkrankte Menschen befördern. Im Rahmen der vielseitigen inklusiven Aktivitäten des Projekts sollen junge Menschen mit und ohne Behinderungen zusammen kommen, gemeinsam kreativ werden und Erfahrungen sammeln. Ob in der Schule, auf Kunstveranstaltungen, beim Sportfest, in Diskussionsrunden oder durch selbstgemachte Medienbeiträge in Text, Bild, Ton oder Video: junge Menschen sollen ihre Perspektiven und Lebensentwürfe, Herausforderungen und Lösungsansätze präsentieren und wir wollen sie kennenlernen. Zudem planen wir multimediale Informationskampagnen über psychische Erkrankungen und Behinderungen, um Schranken in den Köpfen abzubauen. Weil wir glauben, dass wir die Zielgruppe dort abholen müssen, wo sie heute (auch) zuhause ist, liegt ein Fokus des Projekts auf einer verstärkten Nutzung des Internets und von Social Media wie Facebook, YouTube oder Instagram, mit einer Projektwebsite als zentralem Knotenpunkt.
Erste Informationen zu "Seelenleben" können Sie [hier herunterladen]. Eine ausführliche Projektbeschreibung sowie die Ausschreibung für unsere Projektpartner folgt Ende Juli.

Hauptstadtkongress 2017 - Dachverband Gemeindepsychiatrie auch dieses Jahr mit dabei

03.07.2017 Der Hauptstadtkongress in Berlin feierte dieses Jahr sein 20. Jubiläum. Unter dem Dach des CityCube waren wieder eine große Messeausstellung, das Forum psychische Gesundheit sowie vier thematische Einzelkongresse für Ärzte, Kliniken, Pflege und Gesundheitspolitik vereint. Der Dachverband und seine Mitglieder, darunter Marius Greuèl, Geschäftsführer MVZ Pinel gGmbH (Foto) waren auch dieses Jahr wieder in allen Kongressbereichen aktiv. Dazu gehörten u.a. Vorträge zum Thema "Onlinetherapie" und zu den Möglichkeiten des Innovationsfonds, welcher mit 1,2 Mrd. Euro neue Modellvorhaben fördert. Möglichkeit zum Austausch bot die Podiumsdiskussion mit dem Bundesministerium für Gesundheit am Eröffnungstag, aber auch der Pflegekongress zu "Neuen Qualifizierungsformen". Ebenso wichtig für den Dachverband waren die zahlreichen Gespräche mit den Vertretern der Krankenkassen, die vor Ort die Gelegenheit nutzen, sich über die aktuellen Versorgungsprojekte, Evaluationsergebnisse und gesundheitspolitischen Entwicklungen zu informieren. Der Dachverband stellte sich mit seinen Informationsmaterialien und Veröffentlichungen den interessierten Besuchern vor.

Ein neuer Termin steht ebenfalls schon fest: In 2018 wird der Hauptsstadtkongress seine Tore vom 6. bis 8. Juni öffnen.

Hilfen für Kinder psychisch erkrankter Eltern: Bundestag macht den Weg frei für eine Arbeitsgruppe und lobt das Engagement des Dachverbands

26.06.2017 Ein wichtiges Thema des Dachverbands Gemeindepsychiatrie erhält endlich die Aufmerksamkeit, das es verdient. In seiner Sitzung am Donnerstag, den 22. Juni 2017 hat der Deutsche Bundestag die Bundesregierung aufgefordert, eine interdisziplinäre Arbeitsgruppe unter Beteiligung der zuständigen Bundesministerien (BMFSFJ, BMAS, BMG), relevanter Fachverbände und -organisationen sowie weiterer Sachverständiger einzurichten, die einvernehmlich Vorschläge zur Verbesserung der Situation von Kindern und Jugendlichen aus Familien, in denen mindestens ein Elternteil psychisch erkrankt ist, erarbeitet.
Die Abgeordnete Ulrike Bahr (SPD) lobt in ihrer Rede den Dachverband Gemeindepsychiatrie für seine "jahrelange beharrliche Begleitung und Lobbyarbeit" sowie die Materialien, die der Verband für psychisch erkrankte Eltern und deren Kinder zur Verfügung stellt.
Das Thema war durch das Engagement eines breiten Bündnissen, dem u.a. der Dachverband Gemeindepsychiatrie und der AFET Bundesverbands für Erziehungshilfe angehörten, in den Fokus des Bundestags gerückt. Zuvor hatte die Regierungskoalition über Jahre Reformen im Hilfesystem verhindert, welche seit 2013 sogar von der Kinderkommission des Bundestages dringend angemahnt wurden. Der Dachverband wird die künftige Arbeitsgruppe kritisch und konstruktiv begleiten und seine Expertise einbringen.

Das vollständige Video zur Debatte finden Sie ebenfalls bei YouTube [Link]

Den Antrag "Hilfen für Kinder psychisch kranker Eltern" (Drucksache 18/12780) finden Sie auf der Website des Bundestags [Link]

Tagungsdokumentation: Fachtagung "Gemeindepsychiatrie 2.0 – Chancen und Grenzen von E-Mental-Health II"

13.06.2017 Die Digitalisierung, das Thema „E-Mental-Health“ und die damit einhergehenden Möglichkeiten zur internetbasierten Beratung und Behandlung von Menschen mit psychischen Erkrankungen werden die Gemeindepsychiatrie in den kommenden Jahren weiter begleiten. Dies wurde auf der zweiten Fachtagung zu diesem Thema deutlich, die der Dachverband Gemeindepsychiatrie zusammen mit die MVZ Pinel gGmbH am 10. Mai 2017 in Berlin veranstaltete. Auf der Veranstaltung widmeten sich die Referenten und rund 50 Teilnehmer Chancen und Risiken beim Einsatz von digitalen Medien in der Gesundheitsversorgung. Fragestellungen waren u.a.: Inwieweit kann Online-Beratung ein Bestandteil unserer Gesundheitsversorgung werden? Kann sogar eine Behandlung über digitale Medien erfolgen? Welche Qualitätskriterien müssen die eingesetzten Programme erfüllen? Welche wichtigen Fragen zum Datenschutz sind zu klären? [weiter]

Unsere neue Rubrik: Die Medienschau

01.06.2017 Unsere Website ist um eine Rubrik reicher geworden: Die Medienschau. [Link] Auf dieser Seite finden Sie Links zu verschiedenen Beiträgen, die sich direkt oder am Rande mit den Themen der Gemeindepsychiatrie beschäftigen. Ob Rundfunk, YouTube-Videos, Podcasts oder Blogs - hier gibt es einen Blick auf die Medienlandschaft und über den Tellerrand, der zum Nach- und Weiterdenken anregen soll.

Über Beiträge über und von Mitgliedern des Dachverbands Gemeindepsychiatrie freuen wir uns besonders!

Einhundertstes Jubiläum des Projekts "Seele trifft auf Schule" - Ein Veranstaltungsbericht

22.05.2017 Mit seinem Projekt "Seele trifft auf Schule" feierte das Dachverbandsmitglied "Hilfe für psychisch Kranke e.V. Bonn/Rhein-Sieg" am 3. Mai 2017 großes Jubiläum an der Europa-Gesamtschule in Troisdorf: Die Informationsveranstaltung für Schülerinnen und Schüler war bereits die einhunderste seit dem Start des vielfach ausgezeichneten Projekts im Jahr 2002. Auf Menschen zugehen, Tabuthemen ansprechen, aufklären, Barrieren abbauen – das ist das Konzept des Projekts, in dem das junge Publikum mit Experten, Psychiatrie-Erfahrenen und Angehörigen in Kontakt kommt und vieles über das leben mit psychische Erkrankungen lernt. Ziel ist es, Vorurteile abzubauen und die Teilnehmer über moderne Therapien, vorbeugende Maßnahmen und gemeindepsychiatrische Hilfsangebote zu informieren. [weiter]

"Bundesregierung versagt bei Hilfen für Kinder psychisch erkrankter Eltern"

Das Nachrichtenmagazin "Der Spiegel" berichtet über notwendige Hilfen, Versäumnisse der Politik und zitiert dabei den Dachverband Gemeindepsychiatrie und seine Kooperationspartner.

12.05.2017 In seiner Ausgabe 20/2017 untersucht das Magazin kritisch auf zweieinhalb Seiten die Versorgung von Kinder psychisch erkrankter Eltern. Das Fazit: Kinder und ihre Eltern brauchen dringend niedrigschwellige Hilfen, um seelischen Erkrankungen beim Nachwuchs präventiv begegnen zu können. Die beste Lösung sei es, eine zentrale Stelle in jeder Stadt zu haben, die einen Hilfeplan für die gesamte Familie erstellt - dies beschreibt im Artikel Birgit Görres, Geschäftsführerin des Dachverbands. Von einem solchen Hilfesystem sei man in der Praxis aber noch weit entfernt: Die Bundesregierung stehe dabei auf der Bremse und verhindere jene Reformen, die unter anderem auch von der Kinderkommission des Bundestages seit 2013 dringend angemahnt werden. Grund hierfür seien die Angst vor höheren Kosten für die gesetzlichen Kassen. Immerhin hat ein Antrag auf Einrichtung einer Expertenarbeitsgruppe zum Thema "Schnittstellengestaltung für betroffene Familien" erfolgt gehabt und wird das Thema in Zukunft im politischen Berlin weiter diskutieren. Auch der Dachverband will sich dort engagieren.
Den vollständigen Artikel können Sie in der Ausgabe 20/2017, Seite 42-44 des Spiegels lesen oder bei Spiegel Online [Link] (hinter einer Bezahlschranke).

Mit über tausend Angeboten im Netz: Unser Online-Atlas "Hilfen der Gemeindepsychiatrie"

08.05.2017 In einem von der DAK geförderten Projekt hat der Dachverband Gemeindepsychiatrie unter http://dvgp.mapcms.de in den letzten zwei Jahren den Online-Atlas "Hilfen der Gemeindepsychiatrie" aufgebaut. Auf dieser Plattform stellen wir die vielfältigen und flächendeckenden gemeindepsychiatrischen Angebote aller Mitgliedsorganisationen auf einer Deutschlandkarte dar und machen sie so ganz konkret für Nutzerinnen und Nutzer zugänglich. Ob Beratung, Behandlung, Wohnen, Selbsthilfe oder Bürgerschaftliche Engagement – mittlerweile sind über 1.000 sozialraumorientierte Angebote auf der Karte zu finden. Nach intensiver Recherche und technischen Updates in den letzten Wochen ist der Atlas nun fertiggestellt. Mitglieder haben jederzeit die Möglichkeit, neue Angebote einzustellen und bestehende zu ändern.

Paritätischer Gesamtverband verabschiedet Diskussionspapier über eine soziale Wohnungspolitik

03.05.2017 Wohnen gehört zu den existenziellen Grundbedürfnissen eines jeden Menschen. Jedoch hat sich die Situation auf dem Wohnungsmarkt in den letzten Jahren deutlich zugespitzt. Vor allem in Wachstumsregionen und ländlichen Regionen fehlt es an bezahlbarem und passendem Wohnraum, was zu besonders zu Lasten von Menschen mit Behinderungen und einkommensschwachen Personen geht. Die Menschen werden aus ihrem gewohnten Lebensumfeld verdrängt und müssen ihren Lebensmittelpunkt in Gebiete verlagern, in denen ihre Teilhabechancen beeinträchtigt sein können. Die prekäre Situation auf dem Wohnungsmarkt geht auch zu Lasten von sozialen Trägern, indem ihnen in Ballungsgebieten der Mietvertrag durch renditeorientierte Investoren gekündigt wird. Diese Form von Segregationsprozessen auf dem Wohnungsmarkt gefährdet den gesellschaftlichen Zusammenhalt und zeigt, dass Wohnungspolitik die soziale Arbeit wesentlich beeinflusst. Vor diesem Hintergrund ist eine stärkere Beteiligung der freien Wohlfahrtsverbände an wohnungspolitischen Diskursen zur Bereitstellung und Sicherung von Wohnraum notwendig, um auf die Situation von Menschen in besonderen Lebenslagen, darunter auch Menschen mit psychischen Erkrankungen, auf dem Wohnungsmarkt aufmerksam zu machen und Wohnungspolitik mitzugestalten.
Der Vorstand des Paritätischen Gesamtverbands hat deshalb ein Diskussionspapier für eine soziale Wohnungspolitik verabschiedet. Zur Gestaltung einer sozialen Wohnungspolitik konzentriert sich die Kernforderung des Diskussionspapiers auf die Schaffung von mehr bezahlbarem und sozial verträglichem Wohnraum. Das Papier können Sie [hier herunterladen].

Wir gratulieren Dorothea Buck zum 100. Geburtstag

05.04.2017 Heute, am 5. April 2017 feiert Dorothea Buck ihren 100. Geburtstag. Im Namen unseres Vorsitzenden Nils Greve, Geschäftsführerin Birgit Görres und allen Mitgliedern des Dachverbands Gemeindepsychiatrie gratulieren wir der "Jahrhundertfrau" ganz herzlich und wünschen ihr an ihrem Ehrentag und für die Zukunft alles Gute!
Die Autorin, Bildhauerin und engagierte Vorkämpferin der Betroffenenselbsthilfe kann auf hundert bewegte und bewegende Jahre zurückblicken. 1936 erkrankte sie an Schizophrenie und wurde in die v. Bodelschwinghschen Anstalten in Bethel eingewiesen. Dort wurde sie Opfer der menschenunwürdigen Behandlungsmethoden, die in der Psychiatrie der 1930er- und 1940er- Jahren an der Tagesordnung waren. Sie gilt heute als eine der letzten Überlebende des sogenannte "Euthanasie"-Programms, dem hunderttausendfachen Mord an psychisch Kranken und Behinderten während der Nazi-Diktatur.
In Rahmen der Psychiatrie-Reform seit den 1960er engagierte sich Buck als Vertreterin der Selbsthilfe. Die Mitbegründerin und Ehrenvorsitzende des Bundesverabands Psychiatrie-Erfahrener kämpft seit Jahrzehnten für eine "sprechende und mitmenschliche Psychiatrie", wie sie es selbst nennt. Für viele Menschen in psychischen Krisen war und ist Buck ein mutiges und kraftvolles Vorbild.

Die Dresdner Neueste Nachrichten haben Dorothea Buck einen aktuellen Artikel gewidmet [Link].

Weitere Gratulation, unter anderem von Autor und Verleger Peter Lehmann finden Sie auf der Seite des BPE [Link].

Jahrestagung 2017: "Jetzt erst recht!" – Ambulante gemeindepsychiatrische Netzwerke weiterentwickeln

03.04.2017 Ob Bundesteilhabegesetz, Pflegestärkungsgesetze oder PsychVVG – in den kommenden Jahren werden zahlreiche Sozialrechtsänderungen Auswirkungen auf die Netzwerke und Angebote gemeindepsychiatrischer Träger haben.

Die Gemeindepsychiatrie muss sich – dem Motto unserer Tagung entsprechend – „jetzt erst recht“ engagiert und hartnäckig für qualitativ hochwertige Arbeit, eine gute Krisenbehandlung und lebensweltorientierte ambulante Hilfenetze einsetzen. Auf seiner Jahrestagung will der Dachverband Gemeindepsychiatrie Sie daher über den umfangreichen Umbau der vorhandenen Strukturen informieren, mit Ihnen diskutieren und gemeinsame Wege finden, um den bevorstehenden Wandel im Sinne psychisch erkrankter Menschen und der sie unterstützenden Träger mitzugestalten.

Gemeinsam mit unserem Mitglied "Freiburger Hilfsgemeinschaft e.V." laden wir Sie deshalb herzlich zu unserer Jahrestagung am 21. und 22. Juni 2017 in Freiburg ein. [weiter]

Vorstandswechsel beim Dachverband Gemeindepsychiatrie: Nils Greve folgt Wolfgang Faulbaum-Decke als Vorsitzender

17.03.2016 Der Vorstand des Dachverband Gemeindepsychiatrie hat auf seiner Sitzung am 9. März 2017 Nils Greve das Amt des Vorsitzenden übertragen. Zuvor hatte Wolfgang Faulbaum-Decke nach über acht Jahren als Vorsitzender des Verbands sein Amt niedergelegt. In einem Brief informierten beide die Mitglieder des Dachverbands über den Personalwechsel.
Nils Greve war im Vorstand des Dachverbands Gemeindepsychiatrie seit 2015 als Schatzmeister tätig. Er ist Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie und Geschäftsführer der Gesellschaft für psychische Gesundheit NRW. Bis 2016 war er langjähriger Vorsitzender des Psychosozialen Trägervereins Solingen. [weiter]

Systemische Basisfortbildung des Dachverbands Gemeindepsychiatrie gestartet - und es sind noch Plätze frei!

16.03.2017 In Köln ist am vergangenen Montag die Systemische Basisfortbildung "Familien- und Netzwerktherapie - Offener Dialog“ des Dachverbands Gemeindepsychiatrie erfolgreich gestartet. Die TeilnehmerInnen, zu denen neben gemeindepsychiatrischen Profis auch viele Peers zählten, haben zum Beginn der Veranstaltungsreihe mit Hauptdozent Volkmar Aderhold (Foto) Modelle der Ambulantisierung, des Offenen Dialog sowie die Arbeitsweisen reflektierender Teams kennengelernt und in Übungen vertieft. Die Fortbildung besteht aus insgesamt acht zweitätigen Workshops. Wir möchten den Beginn der Fortbildung gerne zum Anlass nehmen, Sie nocheinmal herzlich zur Teilnahme einzuladen - es sind noch Plätze frei. Der spätere Einstieg ist noch zum zweiten Termin am 15./16. Mai 2017 und zum dritten Termin am 10./11. Juli 2017 möglich.

Hier finden Sie das Programm [herunterladen] sowie das Fax-Anmeldeformular [herunterladen].

Terminankündigung: Fachtagung "Gemeindepsychiatrie 2.0 – Chancen und Grenzen von E-Mental-Health II. Der Einzug der Digitalisierung in die psychiatrische Versorgung" am 10. Mai 2017 in Berlin

03.03.2017 Das Thema E-Mental-Health und die damit eingehenden Möglichkeiten zur Beratung und Behandlung von Menschen mit psychischen Erkranungen werden in Zukunft immer wichtiger werden. Dies nimmt der Dachverband Gemeindepsychiatrie zum Anlass, nach der ersten Veranstaltung zu diesem Thema im November 2016 die Thematik in einer zweiten Fachtagung weiter zu vertiefen. Bei der Fachtagung wollen wir uns weiteren zentralen Perspektiven und Risiken beim Einsatz von digitalen Medien in der Gesundheitsversorgung widmen: Inwieweit kann Online-Beratung ein Bestandteil unserer Versorgung werden? Kann sogar eine Behandlung über digitale Medien erfolgen? Welche Qualitätskriterien müssen die eingesetzten Programme erfüllen? Welche wichtigen Fragen zum Datenschutz sind zu klären? Dazu stellen wir aktuelle und bewährte Programme vor und haben führende Experten zu den Themen Qualität und Datenschutz sowie hochrangige Vertreter von DGPPN und Bundespsychotherapeutenkammer als Referenten gewonnen. [weiter]

In eigener Sache: Neustart unserer Website

01.03.2017 Wenn Sie das hier lesen, ist es Ihnen womöglich schon aufgefallen: Der Dachverband Gemeindepsychiatrie hat eine neuen Internetauftritt.

Mit dem Wechsel zu einer neuen Version des Content-Management-Systems Typo3 kommt eine Reihe von technischen Verbesserungen: Egal ob Sie unsere Website am PC, auf dem Tablet oder dem Smartphone besuchen - die Darstellung passt sich dynamisch an das jeweilige Gerät an. Außerdem lassen sich nun YouTube-Videos und andere Multimedia-Anwendungen direkt auf der Seite einbetten und abspielen. In unserem neuen Kalender finden Sie in Zukunft nicht nur die Termine und Veranstaltungen des Dachverbands übersichtlich dargestellt, sondern auch die unserer Landesverbände, Mitgliedsorganisationen und Kooperationspartner. Broschüren und andere Materialien können Sie ab Ende März direkt online über unseren Webshop bestellen.

Gleichzeitig haben wir die Gelegenheit genutzt, unsere Seite aufzuräumen und neu zu strukturieren, so dass Sie in Zukunft alle Informationen, die Sie bei uns suchen, schneller finden. Den ein oder anderen Seiteninhalt arbeiten wir dezeit noch ein - bis Ende März ist unser "Umzug" dann aber komplett.

Wir wünschen Ihnen eine gute Zeit auf unserer neuen Website!

Rede von Gerd Schulze auf dem Gedenktag für die Opfer der NS-"Euthanasie" in Ueckermünde

15.02.2017 Unter dem Motto „Erinnern, Betrauern, Wachrütteln“ gedachten der Landesverband Sozialpsychiatrie Mecklenburg-Vorpommern und zahlreiche Gäste am 27. Januar 2017 auf einer Gedenkveranstaltung in Ueckermünde den Opfern von NS-„Euthanasie“ und Zwangssterilisierungen. Zu den Rednern gehörte gehörte auch Gerd Schulze, Vorstandsmitglied im Dachverband Gemeindepsychiatrie. [weiter]