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Willkommen auf den Internetseiten des Dachverbands Gemeindepsychiatrie!

Unser Verband vertritt deutschlandweit die Interessen der Träger gemeindepsychiatrischer Hilfen. Er setzt sich für eine inklusive und vorrangig ambulante Versorgung von Menschen mit psychischen Erkrankungen und seelischen Behinderungen ein, die die Bedürfnisse der Betroffenen in den Mittelpunkt stellt und ihnen Teilhabechancen in der Gemeinschaft eröffnet. Gemeindepsychiatrische Anbieter sorgen im Netzwerk mit Therapeuten, Ärzten, Betreuern, Angehörigen und ehrenamtlich Engagierten dafür, dass Menschen mit psychischen Erkrankungen wohnortnahe und niedrigschwellige medizinische, therapeutische und rehabilitative Hilfen erhalten. Auf der Seite [Über uns] erfahren Sie mehr.

Aktuelles

Fachtagung "Die Soziotherapie ist auf dem Weg zur bundesweiten Etablierung" am 05.12.2018 in Köln

Die seit dem 15. April 2015 gültige neue "Richtlinie des Gemeinsamen Bundesausschusses über die Durchführung von Soziotherapie in der vertragsärztlichen Versorgung" und die Einführung eines Schiedsverfahrens in § 132b SGB V haben eine große Anzahl von Aktivitäten zur Umsetzung ausgelöst. Der Dachverband Gemeindepsychiatrie e.V. und der Paritätische Bundesverband mit seinen Landesverbänden setzen sich seit Jahren für die Verbreitung der Soziotherapie ein und beteiligen sich seit Anbeginn an der sozial- und gesundheitspolitischen Diskussion zur Etablierung dieses wichtigen Behandlungsbausteins für Menschen mit psychischen Erkrankungen. [mehr]

Einladung zur Gedenkveranstaltung für die Opfer von »Euthanasie« und Zwangssterilisation

Im Namen von Ruth Fricke, Vorstandsmitglied des BPE und dem Kontaktgespräch Psychiatrie laden wir Sie herzlich zur diesjährigen Gedenkveranstaltung „T4-Opfer nicht vergessen“ am 1. September 2018 in Berlin weiter. In diesem Jahr liegt der Schwerpunkt auf dem Thema „Zur Logistik von Patientenmord und Zwangssterilisation“. Die Veranstaltung findet statt von 14:00 bis 16:00 Uhr im Südfoyer der Berliner Philharmonie, Tiergartenstr. 4, 10785 Berlin.
Seit 2007 versammeln sich Menschen am ersten Samstag im September in der Tiergartenstraße 4 in Berlin, um den Menschen zu gedenken, die in der Zeit des Nationalsozialismus als Patienten in der Psychiatrie ermordet und zwangssterilisiert wurden. Der Dachverband gehört neben vielen weiteren Organisationen zum „Aktionskreis T4-Opfer nicht vergessen“. Das Programm finden Sie [hier]

Broschüre "Genesungsbegleitung" von EX-IN NRW e.V.

An dieser Stelle möchten wir Ihnen die neu erschiene und mit vielen wertvollen Erfahrungsberichten gefüllte Infobroschüre des Vereins EX-IN NRW über Genesungsbegleiter empfehlen. Darin finden Sie Interessantes zum Berufsbild GenesungsbegleiterIn mit verschiedenen Jobportraits. Die Projekte und Fortbildungen zur EX-IN-Genesungsbegleiter-Qualifikationen entwickelt der Verein in Zusammenarbeit mit dem Dachverbandsmitglied Lebensart e.V. aus Münster.

Sie können die Broschüre auf der Website von EX-IN NRW [herunterladen]. Die Veröffentlichung kann Ihnen auf Anfrage auch per Post zugesandt werden. Wenden Sie sich dazu bitte an Frau Anke Averbeck unter averbeck(at)lebensartmuenster.de.

https://www.ex-in.nrw/

Dokumentation der Jahrestagung 2018: „Lebensweltorientierte Komplexleistungen – Von Schnittstellen zu Nahtstellen“

24.07.2018. "Wie können wir Hilfen für Menschen mit psychischen Erkrankungen angesichts der aktuellen Sozialrechtsreformen so gestalten, dass sie dem Wohl der Betroffenen dienen?" Diese Frage stand im Zentrum der Jahrestagung des Dachverbands Gemeindepsychiatrie im sommerlichen Dresden, die mit über 250 Teilnehmenden sehr gut besucht war und viel Raum für Diskussionen über aktuelle Fachfragen bot. Konsens bestand darüber, dass eine Vernetzung aller relevanten Akteure notwendig ist, um aus Schnittstellen echte Nahtstellen in der Versorgung zu machen. Grenzen zwischen den Sozialgesetzbüchern müssen dafür ebenso überwunden werden wie Grenzen zwischen den Professionen – etwa durch eine Bündelung von personenorientierten Komplexleistungen in der Gemeindepsychiatrischen Basisversorgung. Ansätze, wie dies vor dem Hintergrund von BTHG und PsychVVG gelingen kann, boten in Vorträgen und Diskussionen Fachleute aus der gemeindepsychiatrischen Versorgung, der medizinischen Behandlung, aus Pflege und Betreuung sowie aus Forschung und von Sozialverbänden. Die Tagung war damit einen wichtiger interdisziplinärer Knotenpunkt, um gemeinsam neue Lösungen entwickeln zu können. Dafür, dass die Vorstellungen der Profis stets an der Lebenswirklichkeit und den Anforderungen der Menschen orientiert bleibt, sorgten die kritischen Wortbeiträge von Vertreterinnen aus der Betroffenen- und Angehörigenselbsthilfe. [mehr]

Gemeinsames Eckpunktepapier zur Stationsäquivalenten Behandlung (StäB) veröffentlicht

19.06.2018 Der Dachverband Gemeindepsychiatrie hat gemeinsam mit 21 weiteren Fachgesellschaften und Verbänden ein Eckpunktepapier zur Stationsäquivalenten psychiatrischen Behandlung (StäB) veröffentlicht. Moderiert wurde die Arbeit an dem Papier von der DGPPN.

Die Einführung der StäB bietet große Chancen für eine patientenorientierte, bedarfsgerechte Versorgung, die es nun zu nutzen und zu vertiefen gilt. Dabei soll das Eckpunktepapier nun als Hilfestellung für den Behandlungsalltag dienen und die Kooperation der ambulanten und stationären Leistungserbringer fördern.

Mit der Einführung des Gesetzes zur Weiterentwicklung der Versorgung und Vergütung für psychiatrische und psychosomatische Leistungen (PsychVVG) und der damit verbundenen Stationsäquivalenten psychiatrischen Behandlung (StäB) gemäß § 115d SGB V haben Krankenhäuser mit Pflichtversorgung seit 01.01.2018 die Möglichkeit, eine komplexe, aufsuchende, zeitlich begrenzte Behandlung durch ärztlich geleitete, multiprofessionelle Teams im privaten Lebensumfeld der Patienten zu erbringen.

Sie können das Positionspapier [hier herunterladen].

Dachverband beim Forum psychische Gesundheit auf dem Hauptstadtkongress 2018

Der Dachverband Gemeindepsychiatrie war auch in diesem Jahr beim Forum psychische Gesundheit des Hauptstadtkongresses vertreten. Die Veranstaltung für Medizin und Gesundheit lockt jedes Jahr tausende von Teilnehmer*innen in den Citycube Berlin, um sich über die neuesten Entwicklungen auf dem Gesundheitsmarkt zu informieren und mit Fachleuten auszutauschen. Zu den Besuchern gehörte dieses Jahr auch Bundesgesundheitsminister Jens Spahn. Auf dem Gemeinschaftsforum waren maßgebliche Vertreter der Berliner Psychiatrieszene wie Pinel und die Alexianerkliniken vertreten. Auf besonderes Interesse beim Fachpublikum stießen an den ersten zwei Veranstaltungstagen die Vorträge von Alicia Navarro Urena von der Psychiatrie Initiative Berlin Brandenburg und Dr. Thomas Floeth von Pinel zum Thema „Zusammenarbeit von ambulanten Trägern und niedergelassenen Ärzten/Psychotherapeuten“ sowie von Kathrin Rieckhoff-Kempen und Diana Ginster von Pinel zum Projekt „Arbeitsfähigkeit und psychische Gesundheit“. Letzteres wird in den kommenden Monaten von Mitgliedern des Dachverbandes Gemeindepsychiatrie e.V. in vielen Regionen bundesweit angeboten und umgesetzt. Am dritten und letzten Kongresstag stellten Julia Bröhling-Kusterer von Ivita und Klaus Münzer an den Bedürfnissen schwer psychisch beeinträchtigter Menschen orientierte Arbeit im Rahmen der ambulanten integrierten Versorgungsmodelle der Mitglieder der BAG Ambulante Versorgung vor.

Inklusionsprojekt SOUL LALA gestartet

SOUL LALA – Das Inklusionsprojekt des Dachverbands Gemeindepsychiatrie e.V. für Jugendliche und junge Erwachsene

Wie geht es eurer Seele, was hält sie fit und was lässt sie in Krisen fallen? Diese und viele andere Fragen rund um das Thema „Seelische Gesundheit“ wollen wir im Projekt SOUL LALA (ehemals „Seelenleben“) mit jungen Menschen diskutieren. Vielfältig und multimedial, digital im Netz und analog vor Ort. Wir klären über psychische Erkrankungen auf, eröffnen neue Perspektiven und wollen Vorurteile abbauen. Vor allem aber möchten junge Menschen mit psychischen Schwierigkeiten als Erfahrungs-Experten stärken und sie erzählen lassen, was sie bewegt, auf welche Probleme sie im Alltag stoßen und was sie von einer inklusiven Gesellschaft erwarten.

Unser Ziel im Projekt ist es, gleichberechtige Teilhabe auch für Menschen mit psychischen Erkrankungen und Behinderungen zu befördern. Dazu wollen wir junge Menschen zusammenbringen - auf inklusiv ausgerichteten Aktionen und Veranstaltungen in sechs Projektregionen mit engagierten Mitgliedern des Dachverbands: Berlin (ajb GmbH), Dresden (PTV Sachsen), Kiel (Brücke-SH), München (gGmbH des Projektevereins), Wiesbaden (Werkgemeinschaft Rehabilitation Wiesbaden) und Zemmer (Barmherzige Brüder Schönfelderhof). Ob Informationstage an Schulen und Universitäten, Boxtrainig oder Yoga, Medien-Workshops, Filmfestivals, Theaterprojekte oder Handwerk mit anschließendem Verkauf im Online-Shop – wir bieten vielfältige Möglichkeiten für junge Leute, sich auszuprobieren und gemeinsam zu erleben, dass es normal ist, verschieden zu sein.

Junge psychisch erkrankte Menschen werden dabei als Projektmitarbeiterinnen und Projektmitarbeiter gefördert und können so Selbstwirksamkeit und Empowerment erfahren. Wir wollen im Projekt die Themen junger Menschen kennenlernen, die Sprache der Zielgruppe sprechen und ihre Kommunikationswege nutzen. Eine Projektwebsite und Kanäle bei Facebook, Instagram und YouTube dienen deshalb als Knotenpunkt zur Darstellung unserer Aktivitäten und zur Interaktion mit den Nutzerinnen und Nutzern. Gefördert wird SOUL LALA von der Aktion Mensch Stiftung von 2017 bis 2022.

Mehr Informationen unter www.soullala.de

Positionspapier des Paritätischen Gesamtverbandes zu Kindern aus psychisch belasteten Familien veröffentlicht

In Deutschland wachsen gegenwärtig rund 3,8 Millionen Kinder und Jugendliche mit einem psychisch kranken Elternteil auf. Die elterliche Erkrankung führt für Familien und ihr soziales Umfeld oft zu dauerhaften Belastungen. Die Beziehung der Eltern untereinander und zum Kind werden oft stark belastet, vielfach zerbrechen Beziehungen, werden Kontakte abgebrochen, zeigen sich Auswirkungen auf das soziale Umfeld. Bisher fehlte der politische Gestaltungswille, die Versorgungslücken zu schließen. Aus Sicht des Paritätischen Gesamtverbandes - und des Dachverbands Gemeindepsychiatrie, der an den Beratungen zum vorliegenden Positionspapier beteiligt war - gibt es dringenden Handlungsbedarf. Notwendig ist ein Rechtsanspruch für Kinder und Jugendliche auf anonyme und kostenfreie Beratung. Es fehlen flächendeckend niedrigschwellige und bedingungslose Anlaufstellen für Kinder aus psychisch belasteten Familien. Besonders problematisch sind die zahlreichen, gesetzlich begründeten Schnittstellen zwischen den sozialen und gesundheitlichen Unterstützungssystemen, wie z.B. Leistungen der Jugendhilfe, Gesundheitshilfe und psychosoziale Hilfen, die nicht aufeinander abgestimmt sind. Der Paritätische Gesamtverband fordert in seiner Positionierung „Hinschauen, zuhören, helfen. Kinder aus psychisch belasteten Familien“ auch auskömmliche finanzielle Mittel für interdisziplinäre Unterstützungsangebote und die Arbeit in Netzwerken vor Ort.

Das Positionspapier kann [hier] heruntegeladen werden.

Stellungnahme des Dachverbands Gemeindepsychiatrie zum Entwurf des neuen Bayerischen Psychisch-Kranken-Hilfe-Gesetzes

Mit großer Sorge hat der Vorstand des Dachverbands Gemeindepsychiatrie den Entwurf des Bayerischen Psychisch-Kranken-Hilfe-Gesetzes, dass die Bayerische Staatsregierung am 15.1.2018 vorgelegt hat, zur Kenntnis genommen. Der Gesetzesentwurf steht nach Einschätzung des Verbands den Zielen einer modernen Psychiatrie, die Bürger mit einer psychischen Erkrankung dabei unterstützt, ihr Leben trotz der Erkrankung gleichberechtigt führen zu können, klar entgegen.

Der Dachverband unterstützt deshalb die Stellungnahmen der Bayerischen Landesverbände der Psychiatrie-Erfahrenen, des Landesverbandes der Angehörigen Psychisch Kranker, der Freien Wohlfahrts-pflege Bayern, des Betreuungsgerichtstages e.V. und des Bayerischen Bezirketages ausdrücklich.

In einer eigenen Stellungnahme gegenüber der CSU-Fraktion bringt der Vorstand des Dachverbands seine Bedenken zum Ausdruck und geht auf die Aspekte ein, die aus seiner Sicht für ein modernes Psychisch-Kranken-Hilfe-Gesetz essentiell sind.

Stellungnahme [herunterladen]

Veranstaltungshinweis: Jahrestagung 2018 des Dachverbands Gemeindepsychiatrie

"Lebensweltorientierte Komplexleistungen – von Schnittstellen zu Nahtstellen" am 20. und 21. Juni 2018 in Dresden

Der Wandel der Sozialrechtssysteme hat begonnen und fordert die lebensweltorientierten Träger gemeindepsychiatrischer Hilfen heraus. Nicht nur eine Änderung der Gesetze, sondern auch der Sichtweisen auf Behinderung und Teilhabe psychisch erkrankter Menschen machen aktuell die Diskussion um die Schaffung und Qualitätssicherung lebensweltorientierter Komplexleistungen zu einem spannenden Thema. In dieser Situation will die Tagung einen bundesweiten Netzwerkknoten für gemeindepsychiatrische Träger bilden. [mehr]

Unsere Geschäftsstelle schließt über Karneval

Der Dachverband Gemeindepsychiatrie in Köln verabschiedet sich in die Karnevalstage. Von Weiberfastnacht, 8. Februar bis Veilchendienstag, 13. Februar einschließlich bleibt unsere Geschäftsstelle in der Richartzstraße im Zentrum der Feierlichkeiten geschlossen. Wir wünschen allen Narren und Närrinnen ein fröhliches Alaaf - und ein inklusives Helau an alle Nicht-Kölner!

Bundesministerium für Gesundheit besucht den Kölner Verein für Rehabilitation

29.01.2018 Am 07.12.2017 waren in Köln Vertreter*innen des Bundesministeriums für Gesundheit zu Gast, um sich vor Ort über die Arbeit des Dachverbandsmitglieds Kölner Verein für Rehabilitation e.V. und dessen gemeindepsychiatrischen Angebote zu informieren. Martin Vedder, Geschäftsführender Vorstand des Vereins, erklärte Dr. Thomas Stracke vom Referat für Psychiatrie und seinen Kolleg*innen die komplexen Hilfeangebote rund um Behandlung, Arbeit, Sozialraum und Wohnen. Zur Darstellung diente auch ein aktuelles Schaubild des Vereins, das die Strukturen der Hilfen deutlich macht. [Schaubild herunterladen]

Psychiatrie-Filme mit zwei Kinopremieren im Januar

08.01.2018 Regisseurin Andrea Rothenburg bringt im Januar gleich zwei Dokumentarfilme in die Kinos. "Endlich trocken - Wege aus der Sucht" portraitiert Menschen, die der Konsum von Alkohol krank gemacht hat. Der Film feiert am 12. Januar in Bad Segeberg Premiere.

In "Wir sind hier!", der am 28. Januar in Hamburg mit anschließender Diskussion startet, erzählen fünf betroffene Kinder über die Erkrankung ihres Elternteils und den Umgang mit der schwierigen Situation zu Hause. Der Film entstand durch die Kooperation mit zwei Mitgliedern des Dachverbands: Bei Konzeption und Umsetzung war wellengang.hamburg, eine Initiative von Aladin Hamburg, beteiligt. Finanziell gefördert wurde der Film unter anderem durch die Eckhard Busch Stiftung.

Auch Rothenburgs Film aus dem Jahr 2016 "Wo bist Du? - Kinder psychiatrieerfahrener Eltern im Fokus" wird im Frühjahr erneut in Berlin, Bonn und Münster gezeigt.

Alle Vorstellungstermine der drei Filme finden Sie auf der [Website von Psychiatrie-Filme].

Veranstaltungshinweis: Erinnern - Betrauern - Wachrütteln am 27.01.2018 in Züssow

Gedenkveranstaltung für die Opfer der „Euthanasie“ und Zwangssterilisierungen in Mecklenburg-Vorpommern in der NS-Zeit

Am Samstag, den 27. Januar 2018 läd der Landesverband Sozialpsychiatrie Mecklenburg-Vorpommern, der Pommerscher Diakonieverein und weitere Organisatoren zum Erinnern, Betrauern und Wachrütteln in Züssow ein. Die Veranstaltungsreihe steht seit 2008 für eine ständige Auseinandersetzung und trialogische Erinnerungskultur, welche die vergessenen Opfer wieder sichtbar werden lässt, aufklären, mahnen und Impulse für wichtige sozialpolitische und psychiatrische bzw. medizinische ethische Fragestellungen der heutigen Zeit geben möchte.

Weitere Informationen zum Programm und den Veranstaltungsorten finden Sie im [Veranstaltungsflyer]

Veranstaltungshinweis: 10. Fachtagung Psychiatrie des Forums Gesundheitswirtschaft

19.12.2017 Am 1. und 2. März 2018 diskutiert die 10. Fachtagung Psychiatrie in Berlin zum Thema „Würde und Ökonomie – Zur Zukunft der psychosozialen Versorgung“. Dabei geht es um die Zukunft der psychosozialen Versorgung vor dem Hintergrund der aktuellen Gesetzgebung. Die Veranstalter wollen den Spannungsbogen zwischen Würde und Ökonomie weiterspannen, mögliche Lösungen und Perspektiven aber auch Hindernisse und Hemmnisse aufzeigen. Nils Greve, Vorsitzender des Dachverband Gemeindepsychiatrie und Paul Bomke, Geschäftsführer unseres Mitglieds Pfalzklinikums Klingenmünster werden auf der Veranstaltung einen Workshop zu Versorgungssystemen moderieren. Weitere Informationen finden Sie unter unseren aktuelle Terminen. [weiter]

Verbraucherzentrale Bundesverband fordert Überarbeitung des Patientenrechtegesetzes und veröffentlicht Faktenblatt

15.12.2017 Patienten sind im Behandlungsverhältnis oft in einer ungünstigen Position. Mitunter wird ihnen die Einsicht in ihre Akten verwehrt oder sie werden nur unzureichend über Diagnosen und individuelle Gesundheitsleistungen aufgeklärt. Auch Opfer von ärztlichen Behandlungsfehlern können ihre rechtlichen Ansprüche nur schwer durchsetzen. Der Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv) fordert die nächste Bundesregierung dazu auf, hier nachzubessern und die Position der Patienten deutlich zu stärken. Das erste Patientenrechtegesetz 2012 hat in der Praxis kaum Verbesserung für die Patienten im Fall eines Behandlungsfehlers oder beim Schutz vor aufdringlichen Angeboten individueller Gesundheitsleistungen gebracht. Die nächste Bundesregierung muss hier nachbessern und die Position der Patienten deutlich stärken.

Der vzbv hat kürzlich ein Faktenblatt mit Informationen, Daten und Forderungen zur Stärkung der Patientenrechte herausgegeben, dass Sie auf der Website des vzbv herunterladen können. [Link]

Buchveröffentlichung: "Gegen das Vergessen – Mit der Geschichte lernen. Beiträge zur „Euthanasie“ im Nationalsozialismus und die Bedeutung des Erinnerns für die Gegenwart"

13.12.2017 Das vom "Kontaktgespräch Psychiatrie" und der Bremer IRRTURM-Zeitungsinitiative herausgegebene Buch enthält Vorträge, die im Rahmenprogramm von Gedenkveranstaltungen "Gegen das Vergessen: Aus der Geschichte lernen" in den Jahren 2008 bis 2014 gehalten wurden. Seit vielen Jahren wird dort am ersten Samstag im September den Opfern des Nationalsozialismus gedacht. Die IRRTURM-Redaktion hat dabei zu den Menschen, die Opfer von Zwangssterilisationen und der Krankenmorde geworden sind, einen ganz besonderen Bezug; sie steuerte Beiträge von Psychiatrie-Erfahrenen bei und übernahm verlegerische und redaktionelle Aufgaben sowie das Layout. Mit Beiträgen u.a. von Petra Fuchs, Hans-Walter Schmuhl, Dorothea Buck, Ulla Schmidt, Hans-Jochen Vogel, Michael von Cranach, Michael Wunder, Heiner Keupp, Bettina Jahnke sowie dem Artikel »Sterben unter psychiatrischer Behandlung – Gedanken zur ›Euthanasie‹ über den gestrigen Tag hinaus« von Peter Lehmann. 

(Kartoniert, 156 Seiten. ISBN 978-3-00-057240-1, Preis: € 10.–)

Erhältlich ist das Buch u.a. über den Antipsychiatrie-Verlag [Link]

Bericht zur Fachtagung: Ambulante psychiatrische Komplexbehandlung – neue Möglichkeiten

11.12.2018 Am 08. November 2017 fand im Freizeitheim Vahrenwald in Hannover die mit über 150 TeilnehmerInnen sehr gut besuchte gemeinsame Fachtagung des Dachverbands Gemeindepsychiatrie e.V. und des Paritätischen Landesverbands Niedersachsen statt. Ziel war es, Potentiale einer  personenzentrierten, lebensweltorientierten und sozialgesetzbuchübergreifenden psychiatrischen Versorgung auszuloten, die durch die aktuellen Gesetzesreformen möglich werden. [weiter]

WPA XVII World Congress of Psychiatry Berlin 2017

Der Dachverband Gemeindepsychiatrie e.V. hatte beim Weltkongress der Psychiatrie in Berlin am 09. 10. 2017 sein eigenes Symposium mit dem Titel:

„Gemeindepsychiatrie gestaltet Zukunft - Neue Chancen für die Versorgung von Menschen mit schweren psychischen Erkrankungen durch PsychVVG, Pflegestärkungsgesetze und BTHG“

Das Symposium wurde sehr gut angenommen und der Saal war bis auf den letzten Platz besetzt. [weiter]

Das niederländische FACT-Modell zur flexiblen gemeindenahen Behandlung

Hier finden Sie das Manual zu Vision, Modell, Praxis und Organisation. Mit einem großen Dank an das Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf, Prof. Lambert, für die deutsche Übersetzung. 

"Gesellschaft für geistige Gesundheit" feiert Jubiläum und schließt nach 50 Jahren

27.11.2017 Die Gesellschaft ist der älteste Psychiatrie-Verein im Kreis Gütersloh und einer der ältesten bürgerschaftlich organisierten Hilfsvereine Deutschlands. Im September 2017 löste er sich nun nach 50-jährigem Bestehen auf. Gegründet wurde die Gesellschaft im April 1967 von psychisch erkrankten Menschen, ihren Angehörigen aber auch fortschrittlich denkenden Ärzten und Pflegern des Westfälischen Landeskrankenhauses (heute LWL-Klinikum Gütersloh). In einer Zeit, in der Menschen mit psychischen Erkrankungen und seelischen Behinderungen extremer Diskriminierung und oft lebenslanger Ausgrenzung in den damaligen „Heil- und Pflegeanstalten“ ausgesetzt waren, war es das Ziel, Betroffenen Unterstützung nach der Entlassung aus dem Landesklinikum zu bieten, ihre Teilhabe an der Gesellschaft zu fördern und Vorurteile abzubauen. Fast ein Jahrzehnt vor der Psychiatrie-Enquete war der erste gemeindepsychiatrische Verein im Kreis Gütersloh seiner Zeit damit weit voraus und hat seitdem viel bewegt. [weiter]

Dachverband zu Gast auf der ConSozial 2017 in Nürnberg

16.11.2017 Zur Fachmesse ConSozial trafen sich am 8. und 9. November unter dem Motto "Zukunft Inklusion" mehr als 5.700 Besucher in Nürnberg. In den Messehallen der Stadt stellten 224 Aussteller ihr Serviceangebot vor. Besucher bekamen dort einen Marktüberblick sowie praxisrelevante Lösungsansätze an die Hand. Unter den Ausstellern war auch das „Sozialteam“, unser bayerisches Dachverbands-Mitglied aus Lappersdorf. Am Stand stellten Geschäftsführer Peter Weiß und seine Kolleginnen die gemeindepsychiatrischen Angebote des Trägers vor und und standen dabei noch ganz im Zeichen des 25-jährigen Jubiläums, dass die Organisation im April diesen Jahres feierte.

Zum Tagungsprogramm gehörten außerdem zahlreiche spannende Fachvorträge, Diskussionsrunden und Best-Practice-Vorstellungen. Themenschwerpunkte unter anderem Management und Organisationsentwicklung in der Sozialwirtschaft, aber auch Themen wie Digitalisierung, Arbeit 4.0 und Datenschutz, Social Media, Jugendstudien und nicht zuletzt das Bundesteilhabegesetz wurden intensiv besprochen. Die Präsentationen können hier heruntergeladen werden. [Link]

Die ConSozial ist Deutschlands größte Kongressmesse im Bereich der Sozialwirtschaft. Sie wird seit 19 Jahren vom Land Bayern, freier und öffentlicher Wohlfahrtspflege sowie Wirtschaftsunternehmen durchgeführt. Mehr Informationen unter www.consozial.de

Werbevideo für unseren Online-Atlas "Hilfen der Gemeindepsychiatrie" auf YouTube

08.11.2017 Wie helfen die Mitgliedsorganisationen des Dachverbands Gemeindepsychiatrie Menschen in seelischen Krisen und darüber hinaus? Unser kurzer Werbefilm zum Online-Atlas "Hilfen der Gemeindepsychiatrie" auf YouTube erklärt. Für die Gestaltung des Videos danken wir unserer neuen Kollegin Anja Plonka.

Wie ticken Jugendliche? Was Jugendstudien über eine Generation verraten

03.11.2017 Artikel zum Inklusionsprojekt "Seelenleben"

Der Jugendliche, das unbekannte Wesen? Nicht selten ist es für Erwachsene schwierig zu verstehen, wie die junge Generation tickt. Dies gilt auch für die Gemeindepsychiatrie, deren Mitarbeiter oft eine, manchmal zwei Generationen von der Gruppe der "Teens" und "Twens" trennt. Bei der Planung von Unterstützungsangeboten soll diese Zielgruppe mit ihren Bedürfnissen deshalb in Zukunft stärken in den Blick genommen werden, um sich als Gemeindepsychiatrie besser an der Lebenswelt von jungen Menschen orientieren zu können. Um mehr darüber herauszufinden, wo junge Menschen heute stehen, was sie sich wünschen und was sie bewegen wollen, lohnt zunächst ein Blick auf die verschiedenen repräsentativen Jugendstudien, die in Deutschland durchgeführt werden. Deren Ergebnisse haben wir zum Start unseres jungen Inklusionsprojekts "Seelenleben" zusammengefasst und möchten zur Diskussion einladen. [weiter]

Eckhard Busch Stiftung mit DGPPN-Antistigmapreis 2017 ausgezeichnet

12.10.2017 Ehrung für die Angebote der Eckhard Busch Stiftung - das Mitglied des Dachverbands Gemeindepsychiatrie hat den 2. Platz beim jährlich durch die DGPPN verliehenen Förderpreis zur Entstigmatisierung psychischer Erkrankungen belegt.

"Wir freuen uns riesig über diese Wertschätzung und Auszeichnung unserer Arbeit – es wird uns ein zusätzlicher Ansporn sein, genauso weiterzumachen. Wir danken allen von Herzen, die uns und unser Engagement so tatkräftig unterstützt haben", erklärte Bettina Busch, Vorsitzende der Stiftung, als sie den Preis auf dem WPA-Weltkonkress am 12. Oktober 2017 in Berlin vom Vorsitzenden des Aktionsbündnisses Seelische Gesundheit Prof. Dr. Wolfgang Gaebel entgegennahm.

Die Eckhard Busch Stiftung aus Köln fördert und organisiert verschiedenste Projekte mit dem Ziel, die Akzeptanz von Menschen mit psychischen Erkrankungen in unserer Gesellschaft zu verbessern. Dazu gehören regelmäßige kulturelle Veranstaltungen wie die Talkshow „Auf der Couch mit…“, die Kinoreihe „Kino zeigt Seele“ oder die Jahreskalender und Weihnachtskarten zum Thema „Bilder für die Seele“ mit Kunstwerken von Betroffenen. Ein weiterer Schwerpunkt ist das Projekt „Grenzenlos Borderline“, bei dem in diesem Jahr erstmals ein Borderline-Tag in Köln organisiert wurde. Experten, Betroffene und interessierte Besucher konnten sich in diesem Rahmen intensiv mit den Aspekten dieser komplexen Persönlichkeitsstörung auseinandersetzen.

Die vollständige Pressemitteilung der DGPPN [Link]
Website der Eckhard Busch Stiftung [Link]

Paritätische Positionierung für eine soziale Wohnungspolitik

10.10.2017 Der Verbandsrat des Paritätischen Gesamtverbandes hat in seiner Sitzung vom 22. September 2017 die Paritätische Positionierung für eine soziale Wohnungspolitik beschlossen. Vor dem Hintergrund des Mangels an bezahlbarem und passendem Wohnraum in städtischen bzw. ländlichen Gebieten, welcher zu Lasten von Menschen in besonderen Lebenslagen und sozialen Trägern geht, fordert der Paritätische mehr bezahlbaren Wohnraum, die Schaffung gleichberechtigter Zugänge zu Wohnraum, die Sicherung bestehenden Wohnraums und die Förderung eines inklusiven Gemeinwesens.

  • Es soll mehr bezahlbarer Wohnraum geschaffen werden, indem ein gemeinnütziger Wohnungssektor wieder eingeführt, der soziale Wohnungsbau verstärkt und der Boden sozial gerecht vergeben wird.
  • Zur Schaffung gleichberechtigter Zugänge zu Wohnraum soll der Zugang besonderer Bedarfsgruppen verbessert und barrierefreier Wohnraum sichergestellt werden.
  • Um bestehenden Wohnraum zu sichern, ist der Wohnungsverlust vorzubeugen, die mietrechtliche Situation von sozialen Trägern zu verbessern, das Wohngeld anzupassen, die Angemessenheit der Kosten der Unterkunft realitätsgerecht zu definieren und die Energiekosten sozial zu gestalten.
  • Inklusive Gemeinwesen sollen gefördert werden, indem Nachbarschaften gestaltet und die Mobilität gefördert werden.

Das Positionspapier können Sie auf der Website des Paritätischen Gesamtverbands [herunterladen]

Bundestagswahl 2017: Wahlprüfsteine der DGSP und die Antworten der Parteien

11.09.2017 Anlässlich der bevorstehenden Bundestagswahl am 24. September hat unser Kooperationspartner Deutsche Gesellschaft für Soziale Psychiatrie e.V. (DGSP) zehn Wahlprüfsteine formuliert, die den wichtigsten Parteien vorgelegt wurden. Gefragt wurde, wie sich die Politikerinnen und Politiker im einzelnen für eine bessere Versorgung und Unterstützung von Menschen mit psychischen Erkrankungen einsetzen wollen und wie sie dafür Sorge tragen, dass diese Menschen nicht mehr gesellschaftlich ausgegrenzt und in ihrer Selbstbestimmung eingeschränkt werden. Alle befragten Parteien CDU/CSU, SPD, Bündnis 90/Die Grünen, Die LINKE, FDP und die Piratenpartei haben geantwortet.
Die Wahlprüfsteine, die Antworten der einzelnen Parteien sowie eine Synopse zur Übersicht finden Sie auf der Website der DSGP. [Link]

Dachverband Gemeindepsychiatrie unterstützt die Aktion "Reichtum umverteilen" des Paritätischen Wohlfahrtverbands

30.08.2017 In Deutschland gibt es so viel Reichtum wie nie zuvor, doch seit Jahrzehnten nehmen soziale Ungleichheit, Unsicherheit und Ungerechtigkeit zu. Jede und jeder Sechste ist von Armut und Ausgrenzung betroffen, während sich ein kleiner Teil der Gesellschaft finanziell immer weiter absetzt. Das gesellschaftliche Gesamtvermögen wird zunehmend zulasten der Schwachen und zugunsten der Reichen verteilt. Betroffen davon sind besonders auch Menschen mit psychischen Erkrankungen und seelischen Behinderungen. Der Staat steht vor großen Herausforderungen, doch den politischen Entscheidungsträgern fehlt der Mut, sich mit den Topverdienenden und Besitzenden großer Vermögen anzulegen.
Damit muss aus Sicht des Paritätischen Wohlfahrtverbands Schluss sein - und der Dachverband Gemeindepsychiatrie unterstützt diese Forderung. Eine Woche vor der Bundestagswahl macht das Bündnis "Reichtum umverteilen - ein gerechtes Land für alle!" mit seinen Forderungen nach mehr Steuergerechtigkeit noch einmal Druck auf die Politik: am 16. September 2017 beim bundesweiten Aktionstag. Steuergerechtigkeit muss Wahlkampfthema sein! Die Positionen der Parteien zur Umverteilung müssen Wahlkriterium sein!
Den Auftakt zum Aktionstag macht Berlin bereits am 15. September um 12:30 Uhr mit einer Superheld/-innen-Aktion vor dem Deutschen Bundestag. Mehr Infos zum Aktionstag gibt es unter:
www.reichtum-umverteilen.de

Aus der Geschichte lernen - Gedenkveranstaltung für die Opfer von Patientenmord und Zwangssterilisation in der NS-Zeit

15.08.2017 Seit dem 1. September 2007 versammeln sich Vertreterinnen und Vertreter von Selbsthilfeorganisation sowie Sozial- und gemeindepsychiatrischen Verbänden in der Tiergartenstraße 4 in Berlin, um den Opfern von Patientenmorden und Zwangssterilisationen während der NS-Diktatur zu gedenken. In diesem Jahr sprechen neben Ruth Fricke, Vorstand des Bundesverbands Psychiatrie-Erfahrener und Birgit Görres, Geschäftsführerin des Dachverbands Gemeindepsychiatrie auch VertreterInnen aus der Medizin und der Pflege zur Beteiligung und Verantwortung ihres jeweiligen Berufsstands an den damals verübten Verbrechen.

Zur Veranstaltung laden Sie die beteiligten Organisationen herzlich ein am Samstag, 02. September 2017 von 14.00 bis 16.00 Uhr in die Tiergartenstr. 4 im Hauptfoyer der Philharmonie Berlin.

Den Flyer zur Gedenkveranstaltung können Sie [hier herunterladen].

Weiterentwicklung des Home Treatments in Deutschland

31.07.2017 Dachverband Gemeindepsychiatrie und Deutsche Gesellschaft für Soziale Psychiatrie veröffentlichen gemeinsame Stellungnahme
Mit dem im Dezember 2016 in Kraft getretenen Gesetz zur Weiterentwicklung der Versorgung und der Vergütung für psychiatrische und psychosomatische Leistungen (PsychVVG) wurden die „stationsäquivalente Leistungen“ als psychiatrische Behandlungsform in den Katalog der Krankenhausleistungen nach SGB V aufgenommen. In geeigneten Fällen kann eine Klinik damit die stationäre Krankenhausbehandlung durch äquivalente Behandlungen in der eigenen Häuslichkeit der Patienten ersetzen und andere Leistungserbringer mit der Durchführung von Teilen der Behandlung beauftragen. Hierdurch ergeben sich neue Möglichkeiten für das Home Treatment – also die im häuslichen Umfeld von Patienten erbrachte psychiatrische Behandlung. Der Dachverband Gemeindepsychiatrie und die DGSP legten nun ihr Konzept von Home Treatment in einer gemeinsamen Stellungnahme den Bundestagsfraktionen und den Mitgliedern des Gesundheitsausschusses vor. Ziel ist es, mit politischen Entscheidungsträgern in eine vertiefte Diskussion einzusteigen. [weiter]

Jahrestagung 2017: Jetzt erst recht! – Ambulante gemeindepsychiatrische Netzwerke weiterentwickeln

31.07.2017 Wichtige Zukunftsthemen der Jahrestagung 2017 waren der Aufbau von Home Treatment in Behandlungsnetzen, die Umsetzung des Bundesteilhabegesetzes in den nächsten Jahren und die Veränderungen in der ambulanten Pflege. Um Wege zu finden, die anstehenden Reformen aktiv mitzugestalten, hatte der Dachverband Gemeindepsychiatrie am 21. und 22. Juni 2017 ins Bürgerhaus Zähringen nach Freiburg eingeladen und durfte bei hochsommerlichen Temperaturen mehr als 200 Teilnehmer begrüßen. Ob Bundesteilhabegesetz, Pflegestärkungsgesetze oder PsychVVG: In den kommenden Jahren werden zahlreiche Sozialrechtsänderungen Auswirkungen auf die Versorgung und Behandlung von Menschen mit psychischen Erkrankungen haben - und damit auf die Netzwerke und Angebote gemeindepsychiatrischer Träger. Die Vorträge, Podiumsdiskussionen und Workshops der Tagung boten deshalb breiten Raum für Austausch von Fachexpertise und Positionen sowie zur Vernetzung und Strategieentwicklung. Veranstaltet wurde die Tagung zusammen mit der Freiburger Hilfsgemeinschaft. [weiter]

Seelische Krisen und psychische Erkrankungen bei Jugendlichen und jungen Erwachsenen

28.07.2017 Der Weg hin zum Erwachsenwerden ist nicht leicht. Meist ist er mit einer Vielzahl von Hürden verbunden und läuft nicht selten mit unterschiedlichen seelischen Nöten ab. Deutsche wie internationale Untersuchungen legen nahe, dass rund ein Fünftel aller Jugendlichen psychische Auffälligkeiten zeigen. Etwa fünf Prozent der Heranwachsenden in Deutschland und anderen Industrienationen erkranken im weiteren Verlauf an gravierenden psychischen Störungen. Neben den unterschiedlichen Persönlichkeitsstörungen, der bipolaren Störung und schizophrenen Krankheitsbildern kann dies etwa eine Angststörung, eine Essstörung, eine Depression oder eine Störung des Sozialverhaltens sein. Frau Marion Keller sich mit diesem Thema befasst und dazu mehrere Gastartikel geschrieben. Damit hat sie gleichzeitig die Vorarbeiten für unser neues Inklusionsprojekt Seelenleben unterstützt. Den ersten Artikel zu den häufigsten psychischen Erkrankungen finden Sie [hier].

Dachverband formuliert Wahlprüfsteine zur Versorgung von Kindern psychisch erkrankter Eltern

25.07.2017 Der Dachverband Gemeindepsychiatrie macht sich seit vielen Jahren für Hilfen und Unterstützung für Kinder psychisch erkrankter Eltern stark. Zusammen mit dem AFET Bundesverband für Erziehungshilfe hatten wir es geschafft, das Thema in Fokus des Deutschen Bundestags zu rücken. Dieser hatte im Juni 2017 beschlossen, die Bundesregierung aufzufordern, eine interdisziplinäre Arbeitsgruppe unter Beteiligung der zuständigen Bundesministerien, relevanter Fachverbände und -Organisationen sowie weiterer Sachverständiger einzurichten, die Vorschläge zur Verbesserung der Situation von Kindern und Jugendlichen aus Familien, in denen mindestens ein Elternteil psychisch erkrankt ist, erarbeitet.

Wir wollen das Thema in der öffentlichen und politische Diskussion halten. Für die kommende Bundestagswahl hat der Vorstand des Dachverbands deshalb drei Wahlprüfsteine formuliert. An diesen Fragen zu Kindern psychisch erkrankter Eltern müssen sich Politikerinnen und Politiker im Wahlkampf messen lassen und wir möchten unsere Mitglieder und Partner bitten, auch bei ihren Abgeordneten vor Ort kritisch nachzufragen.

Wahlprüfsteine: Versorgung von Kindern psychisch erkrankter Eltern
  • Hat sich Ihre Partei mit dem Thema "Kinder psychisch kranker Eltern" auseinandergesetzt?
  • Gibt es Ihrerseits Vorschläge, wie die betroffenen Kinder und Jugendlichen gefördert werden können?
  • Welche Notwendigkeiten sehen Sie, damit eine ausreichende Versorgung gewährleistet werden kann?

Wir gedenken Arnold Böcker, Gründervater von Op de Wisch

14.07.2017 Nach kurzer schwerer Krankheit ist Arnold Böcker am Freitag, den 23. Juni 2017 gestorben. In mehr als 20 Jahren hat er den Verein Op de Wisch aufgebaut und das Dachverbandsmitglied maßgeblich geprägt. Mit viel Herz, Engagement und durchaus streitbar hat er KlientInnen auf dem Weg in ein selbstbestimmteres Leben begleitet und unterstützt. Auch MitarbeiterInnen hat er immer ermahnt, im Engagement für dieses Ziel nicht nachzulassen. Seit 2013 war er im Ruhestand, hat aber weiterhin Kontakt gehalten und gepflegt. Mit seiner unkonventionellen, hartnäckigen und solidarischen Art unterstützte und bereicherte er die Arbeit des Dachverbandes Gemeindepsychiatrie in vielen Mitgliederversammlungen.

Grünes Licht für unser neues Inklusionsprojekt "Seelenleben"

10.07.2017 Im kommenden Projekt wollen wir jungen Menschen eine Stimme geben und von ihnen erfahren, was sie in ihrem Leben seelisch gesund macht, was sie in Krisen fallen lässt und wie sie damit umgehen. Anfang dieser Woche haben wir von der Aktion-Mensch-Stiftung die Bewilligung für unser fünfjähriges Modellvorhaben erhalten. Getragen und gestaltet werden wird das Projekt vom Dachverband und fünf regionalen Partnern aus dem Kreis der Mitglieder. Mit "Seelenleben" wollen wir vor allem die gesellschaftliche Teilhabe junger psychisch erkrankte Menschen befördern. Im Rahmen der vielseitigen inklusiven Aktivitäten des Projekts sollen junge Menschen mit und ohne Behinderungen zusammen kommen, gemeinsam kreativ werden und Erfahrungen sammeln. Ob in der Schule, auf Kunstveranstaltungen, beim Sportfest, in Diskussionsrunden oder durch selbstgemachte Medienbeiträge in Text, Bild, Ton oder Video: junge Menschen sollen ihre Perspektiven und Lebensentwürfe, Herausforderungen und Lösungsansätze präsentieren und wir wollen sie kennenlernen. Zudem planen wir multimediale Informationskampagnen über psychische Erkrankungen und Behinderungen, um Schranken in den Köpfen abzubauen. Weil wir glauben, dass wir die Zielgruppe dort abholen müssen, wo sie heute (auch) zuhause ist, liegt ein Fokus des Projekts auf einer verstärkten Nutzung des Internets und von Social Media wie Facebook, YouTube oder Instagram, mit einer Projektwebsite als zentralem Knotenpunkt.
Erste Informationen zu "Seelenleben" können Sie [hier herunterladen]. Eine ausführliche Projektbeschreibung sowie die Ausschreibung für unsere Projektpartner folgt Ende Juli.

Hauptstadtkongress 2017 - Dachverband Gemeindepsychiatrie auch dieses Jahr mit dabei

03.07.2017 Der Hauptstadtkongress in Berlin feierte dieses Jahr sein 20. Jubiläum. Unter dem Dach des CityCube waren wieder eine große Messeausstellung, das Forum psychische Gesundheit sowie vier thematische Einzelkongresse für Ärzte, Kliniken, Pflege und Gesundheitspolitik vereint. Der Dachverband und seine Mitglieder, darunter Marius Greuèl, Geschäftsführer MVZ Pinel gGmbH (Foto) waren auch dieses Jahr wieder in allen Kongressbereichen aktiv. Dazu gehörten u.a. Vorträge zum Thema "Onlinetherapie" und zu den Möglichkeiten des Innovationsfonds, welcher mit 1,2 Mrd. Euro neue Modellvorhaben fördert. Möglichkeit zum Austausch bot die Podiumsdiskussion mit dem Bundesministerium für Gesundheit am Eröffnungstag, aber auch der Pflegekongress zu "Neuen Qualifizierungsformen". Ebenso wichtig für den Dachverband waren die zahlreichen Gespräche mit den Vertretern der Krankenkassen, die vor Ort die Gelegenheit nutzen, sich über die aktuellen Versorgungsprojekte, Evaluationsergebnisse und gesundheitspolitischen Entwicklungen zu informieren. Der Dachverband stellte sich mit seinen Informationsmaterialien und Veröffentlichungen den interessierten Besuchern vor.

Ein neuer Termin steht ebenfalls schon fest: In 2018 wird der Hauptsstadtkongress seine Tore vom 6. bis 8. Juni öffnen.

Hilfen für Kinder psychisch erkrankter Eltern: Bundestag macht den Weg frei für eine Arbeitsgruppe und lobt das Engagement des Dachverbands

26.06.2017 Ein wichtiges Thema des Dachverbands Gemeindepsychiatrie erhält endlich die Aufmerksamkeit, das es verdient. In seiner Sitzung am Donnerstag, den 22. Juni 2017 hat der Deutsche Bundestag die Bundesregierung aufgefordert, eine interdisziplinäre Arbeitsgruppe unter Beteiligung der zuständigen Bundesministerien (BMFSFJ, BMAS, BMG), relevanter Fachverbände und -organisationen sowie weiterer Sachverständiger einzurichten, die einvernehmlich Vorschläge zur Verbesserung der Situation von Kindern und Jugendlichen aus Familien, in denen mindestens ein Elternteil psychisch erkrankt ist, erarbeitet.
Die Abgeordnete Ulrike Bahr (SPD) lobt in ihrer Rede den Dachverband Gemeindepsychiatrie für seine "jahrelange beharrliche Begleitung und Lobbyarbeit" sowie die Materialien, die der Verband für psychisch erkrankte Eltern und deren Kinder zur Verfügung stellt.
Das Thema war durch das Engagement eines breiten Bündnissen, dem u.a. der Dachverband Gemeindepsychiatrie und der AFET Bundesverbands für Erziehungshilfe angehörten, in den Fokus des Bundestags gerückt. Zuvor hatte die Regierungskoalition über Jahre Reformen im Hilfesystem verhindert, welche seit 2013 sogar von der Kinderkommission des Bundestages dringend angemahnt wurden. Der Dachverband wird die künftige Arbeitsgruppe kritisch und konstruktiv begleiten und seine Expertise einbringen.

Das vollständige Video zur Debatte finden Sie ebenfalls bei YouTube [Link]

Den Antrag "Hilfen für Kinder psychisch kranker Eltern" (Drucksache 18/12780) finden Sie auf der Website des Bundestags [Link]

Tagungsdokumentation: Fachtagung "Gemeindepsychiatrie 2.0 – Chancen und Grenzen von E-Mental-Health II"

13.06.2017 Die Digitalisierung, das Thema „E-Mental-Health“ und die damit einhergehenden Möglichkeiten zur internetbasierten Beratung und Behandlung von Menschen mit psychischen Erkrankungen werden die Gemeindepsychiatrie in den kommenden Jahren weiter begleiten. Dies wurde auf der zweiten Fachtagung zu diesem Thema deutlich, die der Dachverband Gemeindepsychiatrie zusammen mit die MVZ Pinel gGmbH am 10. Mai 2017 in Berlin veranstaltete. Auf der Veranstaltung widmeten sich die Referenten und rund 50 Teilnehmer Chancen und Risiken beim Einsatz von digitalen Medien in der Gesundheitsversorgung. Fragestellungen waren u.a.: Inwieweit kann Online-Beratung ein Bestandteil unserer Gesundheitsversorgung werden? Kann sogar eine Behandlung über digitale Medien erfolgen? Welche Qualitätskriterien müssen die eingesetzten Programme erfüllen? Welche wichtigen Fragen zum Datenschutz sind zu klären? [weiter]

Unsere neue Rubrik: Die Medienschau

01.06.2017 Unsere Website ist um eine Rubrik reicher geworden: Die Medienschau. [Link] Auf dieser Seite finden Sie Links zu verschiedenen Beiträgen, die sich direkt oder am Rande mit den Themen der Gemeindepsychiatrie beschäftigen. Ob Rundfunk, YouTube-Videos, Podcasts oder Blogs - hier gibt es einen Blick auf die Medienlandschaft und über den Tellerrand, der zum Nach- und Weiterdenken anregen soll.

Über Beiträge über und von Mitgliedern des Dachverbands Gemeindepsychiatrie freuen wir uns besonders!

Einhundertstes Jubiläum des Projekts "Seele trifft auf Schule" - Ein Veranstaltungsbericht

22.05.2017 Mit seinem Projekt "Seele trifft auf Schule" feierte das Dachverbandsmitglied "Hilfe für psychisch Kranke e.V. Bonn/Rhein-Sieg" am 3. Mai 2017 großes Jubiläum an der Europa-Gesamtschule in Troisdorf: Die Informationsveranstaltung für Schülerinnen und Schüler war bereits die einhunderste seit dem Start des vielfach ausgezeichneten Projekts im Jahr 2002. Auf Menschen zugehen, Tabuthemen ansprechen, aufklären, Barrieren abbauen – das ist das Konzept des Projekts, in dem das junge Publikum mit Experten, Psychiatrie-Erfahrenen und Angehörigen in Kontakt kommt und vieles über das leben mit psychische Erkrankungen lernt. Ziel ist es, Vorurteile abzubauen und die Teilnehmer über moderne Therapien, vorbeugende Maßnahmen und gemeindepsychiatrische Hilfsangebote zu informieren. [weiter]

"Bundesregierung versagt bei Hilfen für Kinder psychisch erkrankter Eltern"

Das Nachrichtenmagazin "Der Spiegel" berichtet über notwendige Hilfen, Versäumnisse der Politik und zitiert dabei den Dachverband Gemeindepsychiatrie und seine Kooperationspartner.

12.05.2017 In seiner Ausgabe 20/2017 untersucht das Magazin kritisch auf zweieinhalb Seiten die Versorgung von Kinder psychisch erkrankter Eltern. Das Fazit: Kinder und ihre Eltern brauchen dringend niedrigschwellige Hilfen, um seelischen Erkrankungen beim Nachwuchs präventiv begegnen zu können. Die beste Lösung sei es, eine zentrale Stelle in jeder Stadt zu haben, die einen Hilfeplan für die gesamte Familie erstellt - dies beschreibt im Artikel Birgit Görres, Geschäftsführerin des Dachverbands. Von einem solchen Hilfesystem sei man in der Praxis aber noch weit entfernt: Die Bundesregierung stehe dabei auf der Bremse und verhindere jene Reformen, die unter anderem auch von der Kinderkommission des Bundestages seit 2013 dringend angemahnt werden. Grund hierfür seien die Angst vor höheren Kosten für die gesetzlichen Kassen. Immerhin hat ein Antrag auf Einrichtung einer Expertenarbeitsgruppe zum Thema "Schnittstellengestaltung für betroffene Familien" erfolgt gehabt und wird das Thema in Zukunft im politischen Berlin weiter diskutieren. Auch der Dachverband will sich dort engagieren.
Den vollständigen Artikel können Sie in der Ausgabe 20/2017, Seite 42-44 des Spiegels lesen oder bei Spiegel Online [Link] (hinter einer Bezahlschranke).

Mit über tausend Angeboten im Netz: Unser Online-Atlas "Hilfen der Gemeindepsychiatrie"

08.05.2017 In einem von der DAK geförderten Projekt hat der Dachverband Gemeindepsychiatrie unter http://dvgp.mapcms.de in den letzten zwei Jahren den Online-Atlas "Hilfen der Gemeindepsychiatrie" aufgebaut. Auf dieser Plattform stellen wir die vielfältigen und flächendeckenden gemeindepsychiatrischen Angebote aller Mitgliedsorganisationen auf einer Deutschlandkarte dar und machen sie so ganz konkret für Nutzerinnen und Nutzer zugänglich. Ob Beratung, Behandlung, Wohnen, Selbsthilfe oder Bürgerschaftliche Engagement – mittlerweile sind über 1.000 sozialraumorientierte Angebote auf der Karte zu finden. Nach intensiver Recherche und technischen Updates in den letzten Wochen ist der Atlas nun fertiggestellt. Mitglieder haben jederzeit die Möglichkeit, neue Angebote einzustellen und bestehende zu ändern.

Paritätischer Gesamtverband verabschiedet Diskussionspapier über eine soziale Wohnungspolitik

03.05.2017 Wohnen gehört zu den existenziellen Grundbedürfnissen eines jeden Menschen. Jedoch hat sich die Situation auf dem Wohnungsmarkt in den letzten Jahren deutlich zugespitzt. Vor allem in Wachstumsregionen und ländlichen Regionen fehlt es an bezahlbarem und passendem Wohnraum, was zu besonders zu Lasten von Menschen mit Behinderungen und einkommensschwachen Personen geht. Die Menschen werden aus ihrem gewohnten Lebensumfeld verdrängt und müssen ihren Lebensmittelpunkt in Gebiete verlagern, in denen ihre Teilhabechancen beeinträchtigt sein können. Die prekäre Situation auf dem Wohnungsmarkt geht auch zu Lasten von sozialen Trägern, indem ihnen in Ballungsgebieten der Mietvertrag durch renditeorientierte Investoren gekündigt wird. Diese Form von Segregationsprozessen auf dem Wohnungsmarkt gefährdet den gesellschaftlichen Zusammenhalt und zeigt, dass Wohnungspolitik die soziale Arbeit wesentlich beeinflusst. Vor diesem Hintergrund ist eine stärkere Beteiligung der freien Wohlfahrtsverbände an wohnungspolitischen Diskursen zur Bereitstellung und Sicherung von Wohnraum notwendig, um auf die Situation von Menschen in besonderen Lebenslagen, darunter auch Menschen mit psychischen Erkrankungen, auf dem Wohnungsmarkt aufmerksam zu machen und Wohnungspolitik mitzugestalten.
Der Vorstand des Paritätischen Gesamtverbands hat deshalb ein Diskussionspapier für eine soziale Wohnungspolitik verabschiedet. Zur Gestaltung einer sozialen Wohnungspolitik konzentriert sich die Kernforderung des Diskussionspapiers auf die Schaffung von mehr bezahlbarem und sozial verträglichem Wohnraum. Das Papier können Sie [hier herunterladen].

Wir gratulieren Dorothea Buck zum 100. Geburtstag

05.04.2017 Heute, am 5. April 2017 feiert Dorothea Buck ihren 100. Geburtstag. Im Namen unseres Vorsitzenden Nils Greve, Geschäftsführerin Birgit Görres und allen Mitgliedern des Dachverbands Gemeindepsychiatrie gratulieren wir der "Jahrhundertfrau" ganz herzlich und wünschen ihr an ihrem Ehrentag und für die Zukunft alles Gute!
Die Autorin, Bildhauerin und engagierte Vorkämpferin der Betroffenenselbsthilfe kann auf hundert bewegte und bewegende Jahre zurückblicken. 1936 erkrankte sie an Schizophrenie und wurde in die v. Bodelschwinghschen Anstalten in Bethel eingewiesen. Dort wurde sie Opfer der menschenunwürdigen Behandlungsmethoden, die in der Psychiatrie der 1930er- und 1940er- Jahren an der Tagesordnung waren. Sie gilt heute als eine der letzten Überlebende des sogenannte "Euthanasie"-Programms, dem hunderttausendfachen Mord an psychisch Kranken und Behinderten während der Nazi-Diktatur.
In Rahmen der Psychiatrie-Reform seit den 1960er engagierte sich Buck als Vertreterin der Selbsthilfe. Die Mitbegründerin und Ehrenvorsitzende des Bundesverabands Psychiatrie-Erfahrener kämpft seit Jahrzehnten für eine "sprechende und mitmenschliche Psychiatrie", wie sie es selbst nennt. Für viele Menschen in psychischen Krisen war und ist Buck ein mutiges und kraftvolles Vorbild.

Die Dresdner Neueste Nachrichten haben Dorothea Buck einen aktuellen Artikel gewidmet [Link].

Weitere Gratulation, unter anderem von Autor und Verleger Peter Lehmann finden Sie auf der Seite des BPE [Link].

Jahrestagung 2017: "Jetzt erst recht!" – Ambulante gemeindepsychiatrische Netzwerke weiterentwickeln

03.04.2017 Ob Bundesteilhabegesetz, Pflegestärkungsgesetze oder PsychVVG – in den kommenden Jahren werden zahlreiche Sozialrechtsänderungen Auswirkungen auf die Netzwerke und Angebote gemeindepsychiatrischer Träger haben.

Die Gemeindepsychiatrie muss sich – dem Motto unserer Tagung entsprechend – „jetzt erst recht“ engagiert und hartnäckig für qualitativ hochwertige Arbeit, eine gute Krisenbehandlung und lebensweltorientierte ambulante Hilfenetze einsetzen. Auf seiner Jahrestagung will der Dachverband Gemeindepsychiatrie Sie daher über den umfangreichen Umbau der vorhandenen Strukturen informieren, mit Ihnen diskutieren und gemeinsame Wege finden, um den bevorstehenden Wandel im Sinne psychisch erkrankter Menschen und der sie unterstützenden Träger mitzugestalten.

Gemeinsam mit unserem Mitglied "Freiburger Hilfsgemeinschaft e.V." laden wir Sie deshalb herzlich zu unserer Jahrestagung am 21. und 22. Juni 2017 in Freiburg ein. [weiter]

Vorstandswechsel beim Dachverband Gemeindepsychiatrie: Nils Greve folgt Wolfgang Faulbaum-Decke als Vorsitzender

17.03.2016 Der Vorstand des Dachverband Gemeindepsychiatrie hat auf seiner Sitzung am 9. März 2017 Nils Greve das Amt des Vorsitzenden übertragen. Zuvor hatte Wolfgang Faulbaum-Decke nach über acht Jahren als Vorsitzender des Verbands sein Amt niedergelegt. In einem Brief informierten beide die Mitglieder des Dachverbands über den Personalwechsel.
Nils Greve war im Vorstand des Dachverbands Gemeindepsychiatrie seit 2015 als Schatzmeister tätig. Er ist Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie und Geschäftsführer der Gesellschaft für psychische Gesundheit NRW. Bis 2016 war er langjähriger Vorsitzender des Psychosozialen Trägervereins Solingen. [weiter]

Systemische Basisfortbildung des Dachverbands Gemeindepsychiatrie gestartet - und es sind noch Plätze frei!

16.03.2017 In Köln ist am vergangenen Montag die Systemische Basisfortbildung "Familien- und Netzwerktherapie - Offener Dialog“ des Dachverbands Gemeindepsychiatrie erfolgreich gestartet. Die TeilnehmerInnen, zu denen neben gemeindepsychiatrischen Profis auch viele Peers zählten, haben zum Beginn der Veranstaltungsreihe mit Hauptdozent Volkmar Aderhold (Foto) Modelle der Ambulantisierung, des Offenen Dialog sowie die Arbeitsweisen reflektierender Teams kennengelernt und in Übungen vertieft. Die Fortbildung besteht aus insgesamt acht zweitätigen Workshops. Wir möchten den Beginn der Fortbildung gerne zum Anlass nehmen, Sie nocheinmal herzlich zur Teilnahme einzuladen - es sind noch Plätze frei. Der spätere Einstieg ist noch zum zweiten Termin am 15./16. Mai 2017 und zum dritten Termin am 10./11. Juli 2017 möglich.

Hier finden Sie das Programm [herunterladen] sowie das Fax-Anmeldeformular [herunterladen].

Terminankündigung: Fachtagung "Gemeindepsychiatrie 2.0 – Chancen und Grenzen von E-Mental-Health II. Der Einzug der Digitalisierung in die psychiatrische Versorgung" am 10. Mai 2017 in Berlin

03.03.2017 Das Thema E-Mental-Health und die damit eingehenden Möglichkeiten zur Beratung und Behandlung von Menschen mit psychischen Erkranungen werden in Zukunft immer wichtiger werden. Dies nimmt der Dachverband Gemeindepsychiatrie zum Anlass, nach der ersten Veranstaltung zu diesem Thema im November 2016 die Thematik in einer zweiten Fachtagung weiter zu vertiefen. Bei der Fachtagung wollen wir uns weiteren zentralen Perspektiven und Risiken beim Einsatz von digitalen Medien in der Gesundheitsversorgung widmen: Inwieweit kann Online-Beratung ein Bestandteil unserer Versorgung werden? Kann sogar eine Behandlung über digitale Medien erfolgen? Welche Qualitätskriterien müssen die eingesetzten Programme erfüllen? Welche wichtigen Fragen zum Datenschutz sind zu klären? Dazu stellen wir aktuelle und bewährte Programme vor und haben führende Experten zu den Themen Qualität und Datenschutz sowie hochrangige Vertreter von DGPPN und Bundespsychotherapeutenkammer als Referenten gewonnen. [weiter]

In eigener Sache: Neustart unserer Website

01.03.2017 Wenn Sie das hier lesen, ist es Ihnen womöglich schon aufgefallen: Der Dachverband Gemeindepsychiatrie hat eine neuen Internetauftritt.

Mit dem Wechsel zu einer neuen Version des Content-Management-Systems Typo3 kommt eine Reihe von technischen Verbesserungen: Egal ob Sie unsere Website am PC, auf dem Tablet oder dem Smartphone besuchen - die Darstellung passt sich dynamisch an das jeweilige Gerät an. Außerdem lassen sich nun YouTube-Videos und andere Multimedia-Anwendungen direkt auf der Seite einbetten und abspielen. In unserem neuen Kalender finden Sie in Zukunft nicht nur die Termine und Veranstaltungen des Dachverbands übersichtlich dargestellt, sondern auch die unserer Landesverbände, Mitgliedsorganisationen und Kooperationspartner. Broschüren und andere Materialien können Sie ab Ende März direkt online über unseren Webshop bestellen.

Gleichzeitig haben wir die Gelegenheit genutzt, unsere Seite aufzuräumen und neu zu strukturieren, so dass Sie in Zukunft alle Informationen, die Sie bei uns suchen, schneller finden. Den ein oder anderen Seiteninhalt arbeiten wir dezeit noch ein - bis Ende März ist unser "Umzug" dann aber komplett.

Wir wünschen Ihnen eine gute Zeit auf unserer neuen Website!

Rede von Gerd Schulze auf dem Gedenktag für die Opfer der NS-"Euthanasie" in Ueckermünde

15.02.2017 Unter dem Motto „Erinnern, Betrauern, Wachrütteln“ gedachten der Landesverband Sozialpsychiatrie Mecklenburg-Vorpommern und zahlreiche Gäste am 27. Januar 2017 auf einer Gedenkveranstaltung in Ueckermünde den Opfern von NS-„Euthanasie“ und Zwangssterilisierungen. Zu den Rednern gehörte gehörte auch Gerd Schulze, Vorstandsmitglied im Dachverband Gemeindepsychiatrie. [weiter]