Aktuelle Projekte des
Dachverbands Gemeindepsychiatrie

Hier finden Sie Informationen zu den aktuellen Projekten und Initiativen des Dachverbands Gemeindepsychiatrie, die darauf abzielen, die Lebensqualität psychisch beeinträchtigter Menschen zu verbessern und die lebenweltsorientierte Versorgung zu stärken.

PARTskills online – Kompetenzen für wirksame Beteiligung

PARTskills online ist ein Projekt zur Stärkung von Selbsthilfe und Angehörigenselbsthilfe im Bereich psychosoziales Wohlbefinden. Es wird von der BARMER gefördert. Von 2026 bis 2028 entwickeln, erproben und verstetigen wir online Schulungsangebote, die Menschen mit Erfahrungsperspektive sowie Bürgerhelfer:innen, An- und Zugehörige dabei unterstützen, ihre Interessen selbstbewusst, informiert und wirksam in Gremien, Organisationen, Projekten und politischen Prozessen zu vertreten.Im Mittelpunkt stehen Empowerment, Teilhabe und die Anerkennung von Erfahrungswissen. Trialogisch – gemeinsam mit Menschen mit Erfahrungsperspektive, An- und Zugehörigen sowie Fachkräften – entstehen praxisnahe Schulungen.PARTskills online stärkt eine moderne Selbsthilfe, deren Stimmen gehört werden – für mehr Mitsprache, bessere Entscheidungen und eine partizipative Weiterentwicklung der Gemeindepsychiatrie.
Barmer-Logo in grüner Schrift auf schwarzem Hintergrund.
Für Fragen und Anregungen steht Ihnen die Projektleiterin gerne zur Verfügung:
Azize Kasberg: kasberg(at)dvgp.orgImada
Spiewok: spiewok(at)dvgp.org
Jona-Marin Sühwold: suehwold(at)dvgp.org

Projekt SuiLeit: Partizipative Entwicklung eines Leitfadens zur Suizidprävention in der Gemeindepsychiatrie

Nach dem erfolgreichen Abschluss des Projektes GiBS (Gemeindepsychiatrie und ihr Beitrag zur Suizidprävention – Möglichkeiten, Bedarfe, Visionen) freuen wir uns sehr darüber, dass das Bundesministerium für Gesundheit ein Folgeprojekt bewilligt hat: Vom 01.09.2025 bis zum 31.12.2026 wird das Projekt SuiLeit gefördert.

Aus dem Projekt GiBS liegen uns bereits fundierte Erkenntnisse über das große Potenzial der Gemeindepsychiatrie im Bereich der Suizidprävention, aber auch über Entwicklungsbedarfe vor. Letztere umfassen zum einen die institutionelle und die inhaltliche Vorbereitung der gemeinde-psychiatrischen Leistungserbringer auf den Umgang mit suizid-gefährdeten Menschen und zum anderen die Kooperation zwischen verschiedenen Anbietern, insbesondere an der Schnittstelle zwischen stationärer Akutpsychiatrie und außerklinischen Hilfen.
Logo des Bundesministeriums für Gesundheit mit Bundesadler und deutscher Bundesflagge, gefördert durch aufgrund eines Beschlusses des Deutschen Bundestages.
Das Projekt SuiLeit greift diese Desiderata auf. Ziel des Projekts ist die partizipative Entwicklung eines praxisnahen, evidenzbasierten Leitfadens zur Suizidprävention in der Gemeindepsychiatrie. Der Leitfaden soll Handlungssicherheit in folgenden Fragen ermöglichen:
  1. Wie können sich Leistungserbringer der Gemeindepsychiatrie adäquat auf das Thema Suizidprävention vorbereiten? (Ebene der einzelnen Organisation)
  2. Was ist im konkreten Umgang mit suizidgefährdeten Menschen zu beachten? (Handlungsebene)
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Der Einbezug der Perspektiven von Betroffenen, Angehörigen und Fachpersonen soll eine hohe ökologische Validität gewährleisten, indem lebensweltlich relevante Erfahrungen und Bedarfe berücksichtigt werden.
Für Fragen und Anregungen steht Ihnen die Projektleiterin gerne zur Verfügung:
Dr. Elke Prestin

E-Mail: prestin(at)dvgp.org
Telefon: +49 171 99 49 846

Projekt EhrGeP: Ehrenamtliches Engagement in der Gemeindepsychiatrie

Das Projekt EhrGeP wird vom 01.09. bis zum 31.12.2025 aus Mitteln des Bundesministeriums für Gesundheit gefördert. Es untersucht systematisch die aktuelle Bedeutung und die Entwicklungspotenziale ehrenamtlichen Engagements in der Gemeindepsychiatrie. Diese Forschungsfrage erscheint dringlich, da die zivilgesellschaftliche Mitwirkung – einst zentraler Bestandteil der Psychiatriereform – im heutigen gemeindepsychiatrischen Versorgungssystem kaum noch eine Rolle spielt. Gleichzeitig belegen Studien, dass persönliche, nicht-professionelle Kontakte zwischen psychisch erkrankten Menschen und Bürgerinnen und Bürgern wichtige Beiträge zur Inklusion und Entstigmatisierung leisten können. Ziel des Projekts ist es daher, das Spektrum ehrenamtlicher Aktivitäten in der Tradition der „Bürgerhilfe“ in der Gemeindepsychiatrie zu erfassen, Erfahrungswerte zu dokumentieren und Impulse für eine künftige stärkere Einbindung von Freiwilligen abzuleiten.
Logo des Bundesministeriums für Gesundheit mit Bundesadler und deutscher Bundesflagge, gefördert durch aufgrund eines Beschlusses des Deutschen Bundestages.
Geplant ist eine bundesweite Online-Befragung aller Mitgliedsorganisationen des Dachverbands Gemeindepsychiatrie e.V. zu Struktur, Nutzen und Herausforderungen ehrenamtlicher Mitwirkung. Parallel werden auch die Ehrenamtlichen selbst zu ihren Erfahrungen und Wünschen befragt. Die Ergebnisse sollen dazu dienen, eine fachöffentliche Diskussion über neue Potenziale bürgerschaftlicher Teilhabe in der psychosozialen Versorgung anzustoßen.
Für Fragen und Anregungen steht Ihnen die Projektleiterin gerne zur Verfügung:
Dr. Elke Prestin

E-Mail: prestin(at)dvgp.org
Telefon: +49 171 99 49 846

Projekt Part-Web: Partizipation online – Ein Webangebot des Dachverband Gemeindepsychiatrie e.V.

Gefördert von der Barmer führt der DVGP seit dem 15.06.2024 das Projekt Part-Web durch.

Geplantes Ziel des Projektes ist die Entwicklung eines neuen Webauftritts des Dachverbands Gemeindepsychiatrie e.V., welcher sämtliche Stakeholder adressiert (Betroffene, An- und Zugehörige, Öffentlichkeit, Fachwelt, Politik), dabei aber ganz explizit und niederschwellig Menschen mit psychischen Erkrankungen und deren An- und Zugehörige in ihren individuellen Lebenssituationen abholt. Um dies erreichen zu können, soll sich die geplante Website in drei Sektionen gliedern: Selbsthilfe/Partizipation, Mitgliederschaft, Politik/Öffentlichkeit.
Barmer-Logo in grüner Schrift auf schwarzem Hintergrund.
Spätestens mit Abschluss des Projektes soll das neue Corporate Design des Dachverband Gemeindepsychiatrie e.V. gelauncht werden.

Partizipation wird an dieser Stelle aus institutionell-professioneller Perspektive nach Straßburger und Rieger als Mitwirkung an Entscheidungen und Einflussnahme auf das Ergebnis verstanden. Dabei bilden die Grundlage klare Vereinbarungen bezüglich Entscheidungsfindung und Reichweite des Rechtes auf Mitbestimmung. Allgemein befinden wir uns im Rahmen des Projektes auf Stufe 4 der Partizipationspyramide (Zulassen von Mitbestimmung), ggf. ist eine Erweiterung um Stufe 5 möglich (Erteilung von Entscheidungskompetenzen).

Dies kann im Laufe dieses Projektes und folgender Projekte auch zur Entwicklung einer eigenen Blaupause bzgl. einer Definition von partizipativem Arbeiten führen, welche innerhalb des Dachverbands Gemeindepsychiatrie e.V. trialogisch erarbeitet und immer wieder optimiert werden kann.

Mehrwert der partizipativen Arbeit für die Betroffenen sollen Empowerment zur Teilhabe am gesellschaftlichen Leben sein und die Befähigung, Eigenständigkeit zu erlangen und sich für eigene Ziele und Bedürfnisse einzusetzen. Inhaltlich trifft Lebensweltexpertise auf Fachkompetenz und beide bereichern sich gegenseitig.

Der Dachverband Gemeindepsychiatrie e.V. möchte den Anforderungen an eine moderne Gemeindepsychiatrie gerecht werden und den Fokus seiner Arbeit nachdrücklich auf die Beteiligung (direkt oder indirekt) Betroffener und einen Dialog auf Augenhöhe legen, in dem alle Perspektiven – Menschen mit psychischer Erkrankung, Angehörige, Fachpersonal – gleichermaßen Berücksichtigung finden.
Bei Fragen und Anregungen wenden Sie sich gerne an die Projektleitung:
Lisa Wnuck-Burzywoda
Stv. Geschäftsführung / Referentin für Öffentlichkeitsarbeit
E-Mail: burzywoda(at)dvgp.org

Es ist soweit: OBEON Orientierungshilfe und Beratung Online in seelischen Belastungssituationen geht an den Start!

Wie wir Ihnen vor zwei Wochen ankündigen durften, wird ab heute die psychosoziale Beratungslandschaft erweitert durch OBEON!

Entwickelt und durchgeführt von Menschen mit eigener Krisen- und Psychiatrieerfahrung, Angehörigen und Zugehörigen sowie psychosozialen und psychiatrischen Fachkräften bietet die digitale Beratungsplattform Orientierungshilfe und Beratung Online in seelischen Belastungssituationen.

Ziel ist das zeitnahe Aufzeigen von passgenauen Hilfen und Unterstützung sowie bei Wunsch direkten Verknüpfungsmöglichkeiten zu regionalen Hilfen.

Die datensichere, DSGVO-konforme und barrierefreie (WCAG 2.1) virtuelle Beratungsstelle ist per Sofort-Chat, integrierter E-Mail und Videochat-Funktion per offener Anfrage oder per Terminbuchung erreichbar.
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Das Modellprojekt wird vom Dachverband Gemeindepsychiatrie e.V. durchgeführt und durch dasBundesministerium für Gesundheitaufgrund eines Beschlusses des Deutschen Bundestages bis Ende 2025 gefördert. Das Institut für Sozialpsychiatrie Mecklenburg-Vorpommern e.V., An Institut der Universität Greifswald, begleitet das Projekt wissenschaftlich. OBEON wird im Prozess durch einen Expertenrat, der aus Vertreterinnen und Vertretern der Sozialpsychiatrie, politischen Akteurinnen und Akteuren und Entscheidungspersonen politischer Verbände zusammengesetzt ist, begleitet und beraten.

Wenn Sie Interesse an weiteren Informationen haben, dann melden Sie sich gerne! Sie oder Ihre Organisation möchten sich am Beratungsteam beteiligen? Schicken Sie uns einen Nachricht:lindemann(at)psychiatrie.de
Wenn Sie Interesse an dem Verlauf des Projektes haben, können Sie den Newsletter des Dachverbands Gemeindepsychiatrie e.V. sowie die Social-Media-Kanäle auf LinkedIn und Facebook abonnieren, um auf dem Laufenden zu bleiben.
Team:

Martina Heland-Graef (Betroffene)
Irmela Boden (EX-IN Angehörigenbegleiterin)
Antje Buchhorn (Referentin Psychiatrie und psychosoziale Versorgung)
Matthias Thölen (Referent Digitales und Öffentlichkeitsarbeit)
Tina Lindemann (Projektleitung)

Fragen und Anregung gerne an:
lindemann(at)psychiatrie.de
Tina Lindemann (Projektleitung OBEON / Geschäftsführung Dachverband Gemeindepsychiatrie e.V.)