Das Projekt EhrGeP („Ehrenamtliches Engagement in der Gemeindepsychiatrie“) wurde von September bis Dezember 2025 vom Dachverband Gemeindepsychiatrie e.V. durchgeführt und aus Mitteln des Bundesministeriums für Gesundheit gefördert.
Ziel des Projekts war es, die aktuelle Bedeutung ehrenamtlichen Engagements in der Gemeindepsychiatrie zu untersuchen.
Hintergrund war die Beobachtung, dass ehrenamtliche und zivilgesellschaftliche Beteiligung zwar historisch eng mit der Entwicklung der Gemeindepsychiatrie verbunden ist, bislang jedoch nur wenig über ihre heutige Rolle, ihre Organisationsformen und ihre Entwicklungsperspektiven bekannt war. Im Rahmen des Projekts wurden bundesweit gemeindepsychiatrische Trägerorganisationen sowie ehrenamtlich engagierte Personen online befragt.
Die Ergebnisse zeigen unter anderem: Ehrenamtliches Engagement ist weiterhin ein relevanter Bestandteil gemeindepsychiatrischer Praxis. Ehrenamtliche schaffen zusätzliche soziale Kontakte und Begegnungsmöglichkeiten außerhalb professioneller Rollen. Die Zusammenarbeit mit Ehrenamtlichen wird überwiegend nicht als Ersatz professioneller Arbeit verstanden, sondern als ergänzende soziale Ressource. Gleichzeitig bestehen Entwicklungsbedarfe, insbesondere hinsichtlich Information der Träger, Schulungen und Austauschmöglichen für die Ehrenamtlichen sowie struktureller Unterstützung.
Der öffentliche Ergebnisbericht mit einer ausführlichen Darstellung der zentralen Befunde steht hier zum Download bereit:
Bericht EhrGeP
